Neustadt an der Waldnaab
14.08.2026 - 14:56 Uhr

Musikalische Kirchenführung am Mühlberg für guten Zweck

Rainer Christoph hatte viel Wissenswertes im Rahmen einer Führung durch die Anna-Kirche in Mühlberg zu berichten. Die Spendenaktion soll helfen, eine Madonnenfigur zu restaurieren.

Rainer Christoph (links) wurde bei seiner Kirchenführung in der Anna-Kirche in Mühlberg von den Zupfer-Moidln Renate und Waltraud (von rechts) begleitet. Die Führung war Teil einer Spendenaktion, die die Kosten für die Restaurierung einer verschollenen Madonnenfigur decken soll. Bild: Hans Prem
Rainer Christoph (links) wurde bei seiner Kirchenführung in der Anna-Kirche in Mühlberg von den Zupfer-Moidln Renate und Waltraud (von rechts) begleitet. Die Führung war Teil einer Spendenaktion, die die Kosten für die Restaurierung einer verschollenen Madonnenfigur decken soll.

Rainer Christoph, dem ehemaligen Schulleiter der Grundschule Altenstadt/WN, liegen die Mutter-Anna-Kirche in Mühlberg und ihre Schätze besonders am Herzen. Als Theresia Fichtl 2022 ihr Amt als Mesnerin der Wallfahrtskirche übernahm, entdeckte sie im Turm eine jahrhundertealte Madonna-Figur, eine Darstellung der Gottesmutter Maria mit dem Jesuskind. Sie war nach einer Kirchensanierung vor Jahrzehnten in Vergessenheit geraten. Vor allem die Stoffe der Kleidung wurden durch Sonneneinstrahlung stark in Mitleidenschaft gezogen, sodass die Figur restauriert werden muss. Christoph sagte seine Hilfe zu.

Um die auf rund 4000 Euro geschätzten Kosten, für die die Pfarreiengemeinschaft Heilige Familie Neustadt/WN aufkommen muss, stemmen zu können, ist diese auf Spenden angewiesen. Christoph organisierte deshalb am Dienstagnachmittag eine Kirchenführung, die musikalisch von den "Zupfer-Moidln" Waltraud und Renate mit wunderschönen Marienliedern begleitet wurde.

Der pensionierte Schulleiter gab den gut 60 Interessierten zunächst einen historischen Überblick über die Entstehung der Wallfahrtskirche, die erstmals um 1380 erwähnt wird und dem Heiligen Nikolaus geweiht war. In der Mitte des Hochaltars steht in einem Glasschrein die Figur der „St. Anna Selbdritt“. Er erklärte deren Symbolik der „göttlichen Drei“ sowie den Annenkult, den es bereits seit dem 13. Jahrhundert gab. Interessantes wusste er über die ersten Prozessionen, den Umbau und der Erweiterung der Kirche sowie die Wallfahrten aus dem Egerland. Er ging aber auch auf die Mutter Anna als Vorbild für die Funktion von Großeltern ein. Weiter erklärte er die Altäre in dem Gotteshaus und erläuterte die verschiedenen Sanierungen der Kirche. Am Ende bedankte sich Christoph für die Spendenbereitschaft der Teilnehmer.

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Zum Fortsetzen bitte

Sie sind bereits eingeloggt.

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein OnetzPlus- oder E-Paper-Abo.