29.07.2019 - 15:40 Uhr
Neustadt an der WaldnaabOberpfalz

Nadja Nows gelingt Bravourabschluss

Der Landkreis hat knapp 30 neue Erzieher. Akademieleiter Kusche gibt den Absolventen einen nützlichen Rat mit auf den Weg.

Studiendirektorin Elke Kusche, Studiendirektor Roland Kusche, Leiter der Fachakademie (von links), Berufsschuldirektor Anton Dobmayer, Bürgermeister Rupert Troppmann und stellvertretende Landrätin Margit Kirzinger (von rechts) übergeben die Zeugnisse an die Jahresbesten Nadja Nows (1,47), Katharina Mack, Bianca Konz (beide 1,82) und Marina Bayreuther (1,86, mit Zeugnissen und Preisen, von links)
von Walter BeyerleinProfil

29 Absolventinnen und ein Absolvent haben erfolgreich an der Staatlichen Fachakademie für Sozialpädagogik Neustadt/WN ihr Studium „Erzieher“ abgeschlossen. Am Mittwochabend bei der Zeugnisübergabe im „Schafferhof“ forderte Studiendirektor Roland Kusche, Leiter der Fachakademie, die neuen Erzieher auf, im künftigen Berufsleben auch als unumstößlich gelten Probleme anzusprechen, bei Übertragung einer leitenden Funktion die gegebene Machtfülle nicht auszunutzen, sondern stets das Mittel der Kommunikation zu bevorzugen. Die Zeugnisübergabe wies eine echte Seltenheit auf: Nadja Nows, Kirchendemenreuth schaffte mit ihrem Notendurchschnitt von 1,47 die „fachgebundene Hochschulreife“ und damit den direkten Zugang zum Studium.

Oberstudiendirektor Anton Dobmayer, Leiter des Beruflichen Schulzentrums Neustadt/WN, sah in seinem unmittelbar bevorstehenden Ruhestand und dem Abschluss des Studiums zum Erzieher eine Ähnlichkeit: Für jeden beginne ein neuer Teil des Lebens. Er freue sich, heuer nochmals 30 Studierenden die Bescheinigung über den erfolgreichen Abschluss zur Erzieherin oder Erzieher übergeben zu können. Besonders hob der Oberstudiendirektor hervor, dass dreizehn Absolventen über die Zusatzprüfung Englisch die fachgebundene Fachhochschulreife erlangt haben. Als echte Seltenheit habe eine Studierende über die Notendurchschnitte unter 1,50 die fachgebundene Hochschulreife erreicht. Damit sei der direkte Zugang der Hochschule möglich, betonte Anton Dobmayer. Ausdrücklich hob der Leiter des Beruflichen Schulzentrums die hohe Wertigkeit des Berufes Erzieher hervor, dies zeige sich besonders bei Kleinkindern.

Stellvertretende Landrätin Margit Kirzinger bezeichnete die Abschlusszeugnisse für den Beruf des Erziehers als Nachweis intensiven Lernens und herausragenden Leistungen während der Ausbildungszeit. Dieses Zeugnis sei ein Schlüssel für eine neue Lebensphase, dessen sinnvolle Nutzung die neue Aufgabe eines Jeden sein werde. Der Beruf des Erziehers biete Arbeitsmöglichkeiten in unterschiedlichen Einrichtungen, vielfältig und abwechslungsreich in den Tätigkeitsfeldern. Kirzinger sprach sich deutlich für eine Verbesserung der Rahmenbedingungen aus und meinte damit eine bessere Bezahlung, einen Arbeitsvertrag ohne eine variable Anpassung der Arbeitszeit an die Buchungszeiten in den Kitas. Umgekehrt wünscht sie sich von den neuen Erziehern eine Bereitschaft in der und für die Gesellschaft mitzuarbeiten.

Kusche verband seine Geschichte über die „Todesliste des Bären“ mit Vergleichen zur Jetztzeit. Dazu gehöre beispielsweise, dass strukturelle Abläufe, die seit „immer und ewig“ als gegeben darstellt werden, nicht hinterfragt werden sollen. „Sie dürfen nicht alles glauben, was Ihnen gesagt wird“, warnte der Studiendirektor. Wichtig sei aber auch, Gefahren nicht davon zu laufen, sondern sich diesen zu stellen.

Studiendirektor Roland Kusche, Studiendirektorin Elke Kusche, stellvertretende Landrätin Margit Kirzinger, Bürgermeister Rupert Troppmann und Schulleiter Anton Dobmayer überreichten zunächst die Zeugnisse und Sachpreise an die besten der Akademie des diesjährigen Prüfungsjahrganges. Nadja Nows, Kirchendemenreuth erreichte mit dem Notenschnitt 1,47 den besten Abschluss. Katharina Mack, Windischeschenbach und Bianca Konz, Reuth bei Erbendorf, schafften den Schnitt von 1,82, Marina Bayreuther, Marktredwitz, erfuhr mit 1,86 Notendurchschnitt ebenfalls eine besondere Ehrung. Anschließend erhielten die weiteren Absolventen ihre Zeugnisse. Unter großem Jubel natürlich auch Johannes Seckler als einziger Mann unter 29 Frauen.

Im Rahmenprogramm unterhielten Studierende „Theaterpädagogik“ mit der „Geschichte vom Zappelphilipp“ und gaben in einem selbstverfassten Sketch Einblicke in das Lehrerzimmer und lösten damit Lachsalven und stürmischem Beifall aus. Für die musikalische Begleitung der Feier sorgte die Band der FAkS2, mit Leiter Ulli Schmutzer.

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