16.05.2019 - 12:14 Uhr
Neustadt an der WaldnaabOberpfalz

Naturparkland wird Ökomodellregion

Das Naturparkland Oberpfälzer Wald ist weiter auf einem grünen Zweig. Die Landwirtschaftsministerin macht das jetzt amtlich.

Freude über eine hohe Auszeichnung: Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber (Fünfte von links) übergibt die Urkunde an die Bürgermeister der am Naturparkland beteiligten Gemeinden, Regionalmanagerin Daniela Franz (Vierte von links) und stellvertretendem Landrat Albert Nickl (Vierter von rechts).
von Externer BeitragProfil

Das Naturparkland Oberpfälzer Wald ist nun offiziell eine Ökomodellregion und einer der Gewinner der dritten Wettbewerbsrunde. Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber überreichte bei einem Festakt in München die Anerkennungsurkunde an Regionalmanagerin Daniela Franz vom Landratsamt.

Mehr als 50 Vertreter aus der Landwirtschaft, von Verarbeitern und Vermarktern, aus Verwaltungen und der Lokalpolitik hatten die Grundlage für Bewerbung gelegt sowie Bereitschaft und Entschlossenheit gezeigt, die Region zur Ökomodellregion zu entwickeln. Eine Jury unter anderem mit Vertretern aus der Wirtschaft, der Wissenschaft, der Landesvereinigung für Ökologischen Landbau und des Bundes Naturschutz prüfte die Bewerbungen. Ergebnis: Das Naturparkland Oberpfälzer Wald im Landkreis Neustadt sei eine der am besten geeigneten Regionen. Das Gebiet umfasst 475 Quadratkilometer und ist die Heimat von 26 460 Einwohnern in zehn Gemeinden. Obwohl diese Gemeinden nur ein Drittel der Fläche des Landkreises ausmachen, beheimaten sie 769 landwirtschaftliche Betriebe und damit fast die Hälfte der Gesamtzahl. Die ökologische landwirtschaftliche Produktion umfasst im Gebiet der Ökomodellregion 5,3 Prozent der Betriebe (41 von 769), die 6,5 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche (1355 von 20 773 Hektar) bewirtschaften. Der Trend zur ökologischen Bewirtschaftung in der Region ist sichtbar: 2018 entstanden vier neue bio-zertifizierte Betriebe mit 70 Hektar landwirtschaftlicher Fläche.

Ausgezeichnete Betriebe und Projekte gibt es reichlich, unter anderem die Demeterhöfe Baumert und Hölzl in Leuchtenberg, die Gailertsreuther Mühle in Floß oder die Gemüsegärtnerei Steinhilber in Moosbach. „Genussorte“ dürfen sich Moosbach und Tännesberg nennen, Tännesberg ist Biodiversitätsgemeinde.

Bayern will mit der Anerkennung neuer Ökomodellregionen seine Stellung im Öko-Landbau weiter ausbauen. „Ich möchte damit ein deutliches Zeichen setzen. Die Produktion heimischer Bio-Lebensmittel und das Bewusstsein für regionale Identität sind äußerst wichtig“, sagt Kaniber. In den Ökomodellregionen werden zukunftsfähige Projekte zur Entwicklung des ökologischen Landbaus umgesetzt und das Bewusstsein der Bevölkerung für bio-regionale Ernährung gestärkt. Erzeuger, Verarbeiter, Vermarkter und Konsumenten sollen sich regional besser vernetzen - ohne gesetzliche Vorgaben, auf freiwilliger Basis. Die Ökomodellregionen unterstützt das Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten mit einem Gesamt-Fördervolumen von 1,5 Millionen Euro.

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