17.05.2019 - 17:53 Uhr
Neustadt an der WaldnaabOberpfalz

Neue Holunderkönigin gekürt

Sandra Neubeck ist die neue Holunderkönigin. Dieses streng gehütete Geheimnis lüftete Albert Nickl in der Schlosskapelle des Landratsamtes. Die notwendigen Tugenden erfülle sie bestens.

Kreisvorsitzender Albert Nickl überreicht der neuen Holunderkönigin Sandra I. eine bunten Willkommensgruß. Über die neue Regentin freuen sich auch Landrat Andreas Meier und Vorgängerin Jana.
von Walter BeyerleinProfil

Schönheit, Weisheit, Güte und Mildtätigkeit seien die Tugenden einer Holunderkönigin des Kreisverbandes für Gartenbau und Landespflege, und die erfülle Sandra Neubeck durchaus, schwärmte Vorsitzender Albert Nickl. Der Name der neuen Holunderkönigin war so geheim gehalten worden, dass dieser selbst im vorgefertigten Eintrag im Goldenen Buch des Landkreises noch nicht zu lesen war. Kurz nach 18 Uhr stellte Albert Nickl Sandra I vor. In seinen Willkommensgruß schloss er zudem eine Vielzahl bisheriger Hoheiten mit ein. Georg Stahl, der als ehemaliger Kreisvorsitzender des Verbandes Gartenbau und Landespflege im Jahr 1991 die Idee gehabt hatte, eine Holunderkönigin zu berufen, war bei der Proklamation ebenfalls vertreten.

"Unsere wunderschöne Heimat mit ihrer einmaligen Kulturlandschaft wird wesentlich vom Hollerstrauch mitgeprägt", betonte er. Die Pflanze, einst als Unkraut verpönt, werde wieder geschätzt und stehe für die Vielfalt der Landschaft. Dem Volksbegehren "Rettet die Bienen" und dem damit verbundenen Wunsch nach Artenvielfalt sei der Kreisverband mit seinem Einsatz für diese Pflanze weit voraus, sagte Nickl. Sie sei "Strauch der Fruchtbarkeit", Abwehrmittel gegen schwarze Magie und Hexen, Schutz gegen Feuer, Blitzschlag und Schlangenbisse: "Vorm Hollerbusch muss man den Hut ziehen", zitierte Nickl. Der neuen Holunderkönigin überreichte er gemeinsam mit Landrat Andreas Meier und der bisherigen Holunderkönigin Jana Schärpe und Krone.

Sandra I. aus Floß ist 29 Jahre alt und arbeitet bei einer Versicherung. In ihrer Freizeit engagiert sie sich im Katholischen Pfarrgemeinderat, bei der Christlichen Arbeiterjugend sowie im Vorstand des Tennisclubs. Ihre Verbindung zum Holunder verdanke sie ihrem eigenen Garten, in dem ein Holunderstrauch stehe. Sie sehe es als "ehrenwerte Aufgabe", die Region und den Holunder zu repräsentieren. Meier brachte sie eine Flasche selbst angesetzten Holunderessigs mit. Landrat Andreas Meier sprach angesichts zahlreicher Aktionen für Blumen und Wiesen von einer "momentan erlebbaren Renaissance des Naturbewusstseins".

Noch ungekrönt hört Sandra Neubeck (links) gemeinsam mit einer Vielzahl von Vorgängerinnen als Holunderköniginnen der Ansprache von Kreisvorsitzenden Albert Nickl zu.
Die neue Holunderkönigin Sandra I. macht den Anfang beim Eintrag ins Goldene Buch des Landkreises. Dann folgen Bürgermeister Günter Stich, Dritte Bürgermeisterin Rita Rosner, Landrat Andreas Meier, ehemaliger Landrat Georg Stahl, Kreisvorsitzender Albert Nickl sowie ihre Eltern.
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