20.09.2018 - 16:00 Uhr
Neustadt an der WaldnaabOberpfalz

Neustadt rockt die Demokratie

Nicht nur in Chemnitz, sondern auch in Neustadt setzen zahlreiche Menschen ein klares Zeichen für Toleranz und Weltoffenheit. Das Demokratie-Festival in der Stadthalle macht deutlich: Neustadt ist mehr.

Die Besucher des Demokratie-Festivals setzen ein klares Zeichen. In den Herzen der Menschen soll kein Platz für Hass sein.
von ENSProfil

"Wir brauchen und wollen keine Aggression, keine Aufmärsche und keine Vorverurteilungen. Stattdessen brauchen wir Toleranz, Miteinander und Menschlichkeit", eröffnet zweiter Bürgermeister Heinrich Maier das erste Neustädter Demokratie-Festival.

Genau um diese Werte dreht sich die Veranstaltung am Mittwochabend, 19. September. "Nach den Vorkommnissen in Chemnitz wollen wir vor den Landtagswahlen zeigen, dass die Region bunt, tolerant und weltoffen ist. Außerdem wollen wir Lust auf Politik machen", sagt Anna Schätzler von "Neustadt lebt Demokratie".

Dafür haben die Veranstalter "Neustadt lebt Demokratie", der Kreisjugendring (KJR) und der Landkreis ein vielseitiges Programm auf die Beine gestellt. "Ohne das Engagement der zahlreichen Helfer wäre das gar nicht möglich gewesen. Auch die angefragten Bands waren sofort begeistert. Sie spielen heute Abend alle ohne Gage", erklärt Schätzler.

Den Auftakt macht "Crossing Railroad". Die Flosser stimmen die Besucher mit Classic-Rock-Hits von Queen, AC/DC oder ZZ Top auf den Abend ein. Im Anschluss präsentieren "Milan Samko & Son of Wolves" Eigenkreationen. Die tschechische Band streut aber auch Cover von "Green Day" in ihren Acoustic-Pop ein.

In den Pausen zwischen den Auftritten bleibt den Gästen genug Zeit, um sich die Stände in der Stadthalle anzusehen. Der Verein "Politik zum Anfassen" ist aus Hannover angereist und bietet Spiele und ein Quiz an, um so Information über Politik zu vermitteln und Interesse an Politikfeldern zu wecken. Außerdem kann man beim Dosenwerfen "Abräumen, was der Demokratie im Wege steht". Besonders beliebt ist die Fotobox des "T1 Jugendmedienzentrums".

Den Abschluss des Festivals machen die "404 Whizzkids". Die Vohenstraußer begeistern das Publikum mit ihren Alternative-Rock-Songs und geben nach ihrem Auftritt auch noch eine Zugabe.

Insgesamt sind rund 200 Besucher gekommen. "Es macht nichts, dass die Stadthalle nicht komplett voll war. Alle die hier waren hatten Spaß und darauf kommt es an", zieht Anna Schätzler ein positives Fazit. Die Gäste schließen daran an. "Ich find's super. Wichtig ist doch, dass etwas gemacht wird und sich Leute engagieren", sagt etwa Sina Reber aus Altenstadt.

Auch Landrat Anreas Meier lobt das Engagement. "Ich bin stolz, dass das Festival spontan aus dem Boden gestampft wurde", sagt er. Rupert Seitz, Vorsitzender des KJR, meint, jeder solle nachfragen, sich kritisch seine eigene Meinung bilden und sich in die Gesellschaft als mündiger Bürger einbringen. Nur so könne Demokratie funktionieren. Laut Bürgermeister Maier gebe es dieses Engagement in Neustadt. "Neustadt ist mehr, Neustadt ist bunt und Neustadt bleibt bunt."

Die "404 Whizzkids" sind Schluss- und Höhepunkt des Abends. Sie spielen wie alle Musiker ohne Gage für Toleranz und Weltoffenheit.
"Milan Samko & Son of Wolves" sind eigens aus Tschechien angereist. Das Duo begeistert die Besucher des Festivals.

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