20.03.2020 - 11:16 Uhr
Neustadt an der WaldnaabOberpfalz

In Notbeichtstuhl Sünden bekennen

Gerade wegen des Coronavirus' stark eingeschränkten Lebens im kirchlichen Bereich will die Pfarreiengemeinschaft Neustadt mit Kloster St. Felix, Störnstein und Wilchenreuth die Gläubigen nicht alleine lassen.

Ein Anschlag an der Kirchentür macht die Gläubigen mit den Regelungen während der Coronakrise vertraut. ´Zurzeit ist auch nicht die Beichte möglich.
von Martin Staffe Kontakt Profil

Es kann sogar gebeichtet werden. In einem Aushang in den Gotteshäusern weist Stadtpfarrer Josef Häring auf die Vorbereitungen für die Einrichtung eines Helferkreises Neustadt und Umgebung hin. Folgende Personen stehen bereits jetzt für Fragen zur Verfügung: Tanja Kippes (Neustadt), Telefon 09602/918855, Andrea Seidl (Störnstein) Telefon 0171/7139797, Linda Schmauß (Wilchenreuth) Telefon 0160/4455421 und Josef Greiner (Wilchenreuth) Telefon 0151/55575806. Wer den geplanten Helferkreis – in welcher Form auch immer - unterstützen möchte, kann auf diese Weise ebenfalls Kontakt aufnehmen. "Die Gläubigen sollen sich in dieser schwierigen Zeit besonders mit Gott und den Mitmenschen verbinden, besonders mit jenen, die Verantwortung tragen", bittet der Geistliche.

Auch wenn wegen der Ansteckungsgefahr die Beichte im Beichtstuhl nicht mehr möglich ist, muss gerade jetzt vor Ostern niemand auf das Sakrament der Versöhnung verzichten. Die Verantwortlichen sind dabei, Alternativen (zwei Stühle und Trennwand) umzusetzen.

Pfarrer Häring steht als Beichtvater zur Verfügung am Dienstag, 24. März, von 17 bis 18 Uhr in St. Salvator in Störnstein und am Samstag, 28. März, von 17 bis 18 Uhr in der Stadtpfarrkirche St. Georg, zudem am Mittwoch, 1. April, von 17 bis 18 Uhr in St. Ulrich in Wilchenreuth sowie am Donnerstag, 2. April, von 17 bis 18 Uhr in der Stadtpfarrkirche St. Georg.

Pater Rafau nimmt am Mittwoch, 25. März, von 17 bis 18 Uhr in St. Ulrich in Wilchenreuth und am Donnerstag, 26. März von 17 bis 18 Uhr in St. Georg die Beichte ab, ebenso am Dienstag, 31. März, von 17 bis 18 Uhr in St. Salvator sowie am Samstag, 4. April, von 17 bis18 Uhr in St. Georg.

In der Klosterkirche St. Felix haben die Patres in der linken Seitenkapelle vorne beim Altar bereits einen Not-Beichtstuhl eingerichtet. "Hier ist genügend Abstand zwischen Priester und Gläubigen vorhanden", versichert Guardian Pater Stanislaus. Wer möchte, kann aber auch im Kloster beichten. Der Besprechungsraum biete eine gute Möglichkeit für ein Beichtgespräch. In der Karwoche werde je nach Bedarf ein zweiter Priester zur Verfügung stehen. Wer beichten möchte, soll nur an der Beichtglocke läuten.

Stadtpfarrer Häring verweist darauf, dass die Gottesdienste in der Altenheimkapelle St. Martin und in der Klinikkirche Wöllershof bis auf Weiteres entfallen. Die Messen am Sonntag und an Werktagen in der Stadtpfarrkirche St. Georg, St. Salvator und St. Ulrich finden weiterhin statt, jedoch unter Ausschluss der Öffentlichkeit (auch ohne Ministranten), außerhalb der Öffnungszeiten der Kirchen. Häring: "Unsere Priester beten im Namen der ganzen Gemeinde. Die Messintentionen werden weiterhin berücksichtigt." Dies gilt auch für Gottesdienste in St. Felix. Die Patres feiern täglich um 7 Uhr Eucharistie in der Klosterkapelle ohne die Gläubigen.

Die Kirchen bleiben ansonsten zu den üblichen Zeiten geöffnet. Alle Gläubigen werden zum persönlichen und stillen Gebet vor dem Tabernakel, zum Entzünden einer Kerze und zum tröstlichen Verweilen im Haus Gottes eingeladen.

Geistlicher Rat Häring verweist auf die Internetseite www.ignatius.de. Diese bietet verschiedene Anregungen für Hausandachten. Die Streaming-Dienste über das Internet aus dem Dom sowie weitere zahlreiche Möglichkeiten der Gottesdienstteilnahme in TV, Radio und Internet können genutzt werden. Im Folgenden wird dazu ein Link angegeben: https://www.gocath.org/get-inspired/allgemein/heilige-messe-ueber-live-s... "Alle Gläubigen sind gerade in dieser Zeit herzlich eingeladen, daheim vor dem Kreuz oder vor einem Marienbild zu beten. Materialien gibt es auf unserer Homepage", weiß der Seelsorger. Die Pfarrei werde über die weitere Entwicklung informieren.

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