Neustadt an der Waldnaab
03.07.2018 - 13:52 Uhr

Oberpfälzer Heimatsound

Der Auftritt stand zwar unter dem Motto „Patschad noß“, aber der Abend mit Hubert Treml, dem Wahl-Regensburger aus Weiden, blieb bis zum Schluss trocken.

Hubert Treml hat sein Publikum mit vertrautem Zungenschlag im Griff. arw
Hubert Treml hat sein Publikum mit vertrautem Zungenschlag im Griff.

(arw) Wer an der Alten Schießstätte nicht vorgesorgt hatte, der hatte nach der Pause mit fiesen Schnaken zu kämpfen."A Unrouh, immer wieder kumma Leit no", dann noch die Oberpfalz-Bahn, - so verzögerte sich der Beginn des Liederabends.

Begleitet wurde Treml von Sepp Zauner mit Geige und Flöten sowie Klaus Kuran mit Cajon und Percussion. In seinem ersten musikalischen Beitrag ging es um ein erstes Rendezvous. Mit seinen Oberpfälzer Mundartliedern verstand es Treml vortrefflich, das Publikum mitzunehmen und es zu animieren, beim Refrain kräftig mitzusingen, so wie bei der anschließenden „Pfannakouchnsuppn“. Mit der weckt „ma an Touten auf“ging es humorvoll und rustikal weiter.

Im Summer heißt es „O Italia“, und der mann hat auch seine Aufgaben: „I mou mähn, mähn, mähn“. Mit dem nächsten Lied ging es ans Meer: „Land in Sicht." Nachdenklich wurde es bei den „Straßenmusikanten“ . Zwei Lieder widmete Treml seinem verstorbenen Freund Pater Dr. Andreas Pazifikus Alkofer, den er besucht mit dem „Pferdl“ oder am „Bahnhof“. Diese Lieder zeigten die sensible, nachdenkliche Seite des Songwriters. Mit dem schönen Abendrot und „Wünschen über der Oberpfalz“ sollten die Besucher ihre heimatliche Landschaft akustisch genießen.

Vom Kirchturm der Stadtpfarrkirche St. Georg begann die Glocke zum Angelus zu läuten, Treml stimmte dazu „Wenn die Glockn läut“ ein. Von seiner ersten CD erklang „Schau mal wieder vorbei“.

Zum weitern Repertoire gehörten "Patschad Noß", "Eschenbacher Zoigl" und "Georg in der Stammkneipe". Nicht fehlen durfte als Zugabe „Ich bin so nasch aufs selbstgemachte Erdbeermamalaad“. Mit „die Nacht gehört uns“ sowie „Engel auf der Stieg'n“ gingen die begeisterten zwei Stunden bei einem lauen Sommerabend viel zu schnell zu Ende.

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