Oldtimer geborgen: Polizei schließt Verbrechen nicht aus

Neustadt an der Waldnaab
19.09.2022 - 12:59 Uhr

Im Fall des in einem Oberpfälzer Stausee gefundenen Oldtimers hält die Polizei eine Entsorgung als Grund für das Versenken für wenig wahrscheinlich. Der Fund wirft noch immer Fragen auf, ein Verbrechen sei noch nicht auszuschließen.

Polizeihauptkommissar Tobias Wirth begutachtet den Audi 100 Coupé S, der aus dem Pfreimdstausee in Tännesberg gezogen wurde.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand werde eine „einfache Schrottentsorgung“ ausgeschlossen, sagte ein Polizeisprecher am Montag. Ob dahinter ein Verbrechen steht, konnte er zunächst nicht sagen. Es sei sehr ungewöhnlich, weil der Wagen vermutlich noch zugelassen gewesen sei und der Besitzer somit noch für die Versicherung habe zahlen müssen.

Das Audi 100 Coupé S wurde bei Sanierungsarbeiten vor mehr als eineinhalb Monaten im Pfreimdstausee in Tännesberg (Landkreis Neustadt an der Waldnaab) entdeckt und anschließend von Polizeitauchern geborgen. Die TÜV-Plakette war aus den 80ern und das Kennzeichen aus Schwandorf, wie es weiter hieß. Zwischen 1976 und 1979 wurden von dem Auto nur 30.000 Stück produziert. Bei der Polizei seien bisher etwa 15 Hinweise eingegangen, die nun überprüft würden.

© dpa-infocom, dpa:220919-99-818128/2

 
 

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