01.04.2020 - 10:35 Uhr
Neustadt an der WaldnaabOberpfalz

Operation Friendship: Ulla Albert zieht sich zurück

Die Verantwortlichen danken der langjährigen Mitstreiterin für das Engagement. Begegnungsmaßnahmen mit Schottland lagen ihr besonders am Herzen.

Felix Steiner verabschiedet Ulla Albert, die Operation Friendship seit fast 40 Jahren engagiert begleitet.
von Gerhard SteinerProfil

Neben dem Weidner Schwimmverein ist für Ulla Albert Operation Friendship die große Leidenschaft. Jetzt zieht sie sich langsam aus dem internationalen Geschäft zurück. Felix Steiner, Vorsitzender von OF Bayern, dankte ihr in einer Arbeitssitzung für das jahrzehntelange Engagement mit kleinen OF-Geschenken wie Bierdeckel, zwei Tassen, einem T-Shirt und einem Handtuch mit gesticktem OF-Logo.

1982 war Albert mit ihrer Tochter Karin zum ersten Mal als Gastfamilie für einen jungen Amerikaner aktiv. Ihre wahre Leidenschaft aber entwickelte sie für die Begegnungsmaßnahmen mit Schottland, dem sogenannten „Highland Venture“. Hier engagierte sie sich nicht nur als Gastmutter, sondern auch als Betreuerin der Besuche im Landkreis. Sie war dabei die große Stütze für den damaligen Kreisjugendpfleger Gerd Näger, nicht nur in der Programmgestaltung, sondern auch für die Suche passender Quartiere im Bayrischen Wald. Auch bei den im Landkreis stattfindenden Internationalen Tagungen stand sie als Gastgeberin immer gerne zur Verfügung. Weiterhin nahm sie mehrmals als Delegierte von Operation Friendship an den Internationalen Tagungen teil. Bis heute organisiert sie einen Kennenlerntag im Schätzlerbad für die internationalen Jugendbegegnungen.

Besonders dankbar war Kassier Gerhard Steiner über Alberts Unterstützung bei der Gründung des Vereins Operation Friendship 2013. Nachdem der Kreisjugendring überraschenderweise die Arbeit auf internationaler Ebene einstellte, war guter Rat teuer. „In dieser schwierigen Gründungsphase hat Ulla angeboten, uns notfalls auch mit einer größeren Summe Geld zu unterstützen, um die Notlage zu überbrücken. Da fiel mir wirklich ein riesiger Stein vom Herzen“, verriet Gerhard Steiner. Gott sei Dank hatte sich dies dann erübrigt, da durch finanzielle Unterstützung seitens des Landrats und einiger Kreistagsfraktionen ein Startgeld vorhanden war. Weiterhin wurden dann durch die Mithilfe von Jugendamtsleiter Klaus Eglseer die Voraussetzungen für die Fördermöglichkeiten geschaffen.

Tagung in Schweden erst 2021:

Weiterhin informierte Vorsitzender Felix Steiner, dass der internationale Vorstand mit Vorsitzendem Gerhard Steiner die Tagung in Schweden während der Osterferien aufgrund der Coronakrise abgesagt hat. Das Treffen wird zu Ostern 2021 in Göteborg „nachgeholt“. Stattdessen wird eine Videokonferenz abgehalten. Wichtigster Tagespunkt werden die geplanten Austauschmaßnahmen in diesem Sommer sein. So werden auch im Landkreis elf junge Amerikaner sowie sieben Schotten am Anfang der Sommerferien erwartet. „Wir haben bereits genügend Gastfamilien und auch das Programm ist so gut wie fest“, informierte Felix Steiner. „Wir sind bereit. Hoffentlich macht uns das Coronavirus keinen Strich durch die Rechnung!“, ergänzte zweiter Vorsitzender Manuel Würth.

Das geplante Treffen der Young Adults in Neustadt in den Pfingstferien wird höchstwahrscheinlich auch abgesagt werden müssen.

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