12.09.2019 - 15:11 Uhr
Neustadt an der WaldnaabOberpfalz

"Jetzt red i"-Redaktion voll des Lobes über Neustadt/WN

Die Übertragungswagen des Bayerischen Rundfunks sind abgereist, die Stadthalle ist wieder Stadthalle und keine "Arena" mehr. Zurück bleiben gute Erinnerungen an "Jetzt red i" - vor allem bei den Veranstaltern.

Die Moderatoren Franziska Eder und Tilman Schöberl nehmen gute Eindrücke aus der Stadthalle Neustadt mit.
von Friedrich Peterhans Kontakt Profil

"Die Bedingungen waren optimal, das ist was anderes als eine Turnhalle", lobt BR-Redakteur Philip Naßhan bei der Manöverkritik zu "Jetzt red i" die Livesendung aus Neustadt. Die Optik sei gut im Fernsehen rübergekommen, das blaue Licht, die Bilder der Pole Cam (Schwebekamera) - all das gefiel den TV-Machern, die seit zweieinhalb Jahren jeden Saal als amphitheaterartige Arena inszenieren.

Da passt es, dass auch die Quote stimmt. 300000 Zuschauer in Bayern und 400000 im übrigen Deutschland seien "gut im Schnitt". Zur Social-Media-Beteiligung am Livestream von BR 24 nennt der Rundfunk prinzipiell keine Zahlen, aber auch hier gebe es keinen Grund zur Klage. "Es kommt immer ein bisschen auf das Konkurrenzprogramm an", erklärt Naßhan. Das sei mit Quizshows, einem Drama und Serien am Mittwoch recht stark gewesen. Schlimmstenfalls hätte es auch die Champions-League sein können.

Entscheidend sei aber die "gute Diskussion" gewesen. Die gefiel Moderator Tilman Schöberl: "Die Leute waren kämpferisch und emotional, man hat gespürt, dass sie echte Angst um ihre Heimat haben. Das ist der Dialog, den wir wollen." Er habe hinterher auch nur positive Reaktionen geerntet.

Für Schöberl war es in gewisser Weise ein Heimspiel. Er stammt aus Regensburg und hat viel Verwandtschaft im Altlandkreis Waldmünchen. "Dem Oberpfälzer sagt man ja nach, dass er ein bisschen verschlossen sei, aber er ist wesentlich selbstbewusster geworden. Das hat man in Neustadt wieder erlebt."

Generell funktioniere "Jetzt red i" in ländlichen Räumen etwas besser als in Ballungsgebieten, erklärt der Moderator. "Da kriegst du die Leute anders." In diesem Umfeld sei auch ein Gast wie Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger ein Stützpfeiler. "Der macht das gut, duckt sich nicht weg und spricht die Sprache der Leute." Auch wenn die Politiker in der Sendung bisweilen auf die Rolle des Prügelknaben abonniert sind, sie verdienen einigen Respekt, erklärt Redakteur Naßhan: "Der Aiwanger hatte zur selben Zeit Klausur seiner Partei in Garmisch, Martin Hagens FDP hat in Bamberg getagt. Trotzdem wollten sie dabei sein, obwohl Neustadt da nicht gerade um die Ecke liegt."

Jetzt sind in der Diskussionsreihe erst einmal andere Regierungsbezirke dran. Über welches Thema in welchem Ort in zwei Wochen diskutiert wird, steht laut Schöberl noch nicht fest. Für die Oberpfalz habe neben dem Thema Stromtrassen auch der Einsatz der BR-Korrespondenten gesprochen. So habe sich unter anderem Margit Ringer aus Parkstein für eine Übertragung aus dem Kreis Neustadt/WN eingesetzt.

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