Tobi Punzmann blickte zu Beginn locker und humorvoll auf die Geschichte der Formation zurück. Die begann 1983 mit den drei Beutler-Geschwistern Martin "Mirtl", Norbert und Karin, dem Trommler Thomas "Buutz" Richtmann und dem "Gitarrenmessi" Erich Forster und dem Namen "Stormbringer". Aktuell gehören Mirtl Beutler (Bass, Gesang), Karsten Fischer (E-Gitarre), Buutz Richtmann (Schlagzeug), Erich Forster (E-Gitarre) und Stefan Puhane (Gesang) zur Band. Das Publikum an diesem Abend war d eher im gesetzten Alter. Die Fans der Band sind mit den Musikern und dem handgemachten Rock eben auch älter geworden. Doch das tat der guten Stimmung beileibe keinen Abbruch.
Gefühlvoll mit Cello
Verstärkt durch die Cellistin Karin Ehrmann setzten sich die fünf Musiker zunächst an ihre Akustikinstrumente und gaben Kostproben ihres Projekts "Rock meets Cello", mit dem sie seit zwei Jahren bei Auftritten immer wieder für Aufsehen sorgen. Phantastisch wie die Cellistin mit ihrem Instrument die Stücke unter strich. Mal schmeichelnd und gefühlvoll, mal rhythmisch und treibend. "Belfast", bei dem Karin Forster als Gastmusikerin mit der irischen Trommel Bodhran unterstützte, kam in einem anderen Soundgewand daher. Von Beginn an überzeugte Frontmann Stefan Puhane stimmlich, ging von Titel zu Titel immer mehr auf.
Im zweiten Teil des Sets wurde es dann etwas lauter. Erich & Co. stöpselten ihre Instrumente an den Marshall-Amps an, Richtmann wechselte vom Cachon hinter seine Schießbude. "Another face in the dark" zeigte gleich zu Beginn auf, wo der Hammer hängt. Nämlich in harter Rockmusik mit melodiösen Teilen und zweistimmigem Refrain-Gesang. Dazu kommt das teilweise virtuos anmutende Gitarrenspiel von Forster. Alle Achtung wie der inzwischen erblindete Gitarrist seine Soloparts beherrschte und meisterte. Sie machen einen großen Teil des Wiedererkennungswerts der Musik von "Rising Storm" aus.
Mit dem Gitarristen und Sänger Jürgen Walbert von "Whyatt Earp" wurde der Sound bei "Whiskey bottle in my hand" noch härter. Seine rauchige Stimme ergänzte die von Puhane beim "Killing machine blues" hervorragend.
Skrla wieder am Mikro
Mit "Chrishan" Skrla betrat dann der frühere Sänger der Band die Bühne. Er prägte ab 1992 für einige Jahre deren Musik mit seinen Kompositionen und seiner Stimme. Er hat es mit seiner bluesigen Stimme immer noch drauf und bekam vom Publikum vor allem nach "George", bei dem auch Alu Karwath in die Saiten seiner E-Gitarre griff, großen Applaus. bei den letzten beiden Titeln "Violence" und "Me & you" hämmerte gar der Wirt Sepp Walbert in die Tasten seines Keyboards und ließ dazu sein Leslie wummern.
Bei der letzten von zwei Zugaben bekamen die Zuhörer noch einmal so richtig Gänsehaut. 11 Musiker standen auf der Bühne und zelebrierten eindrucksvoll noch einmal "Massacre land", die Hymne der Band. Das war der Schlusspunkt unter einem erstklassigen Rockabend mit toller, handgemachter Musik, die von den Mitwirkenden mit großer Hingabe und Leidenschaft gespielt wurde. Fazit: Auch die regionale Rockszene lebt und das seit 35 Jahren.
















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