(phs) Der Landrat übergibt ihn an ein Ehepaar und einen Verein.Da sind Beate und Robert Götz aus Neustadt/WN. Sie haben ehrenamtlich einen Inklusionsparcours entwickelt, den in den vergangenen fünf Jahren über 2000 Schulkinder durchlaufen haben. Kerngesunde wohlgemerkt.
Dank der Götzschen Entwicklung können sie am eigenen Leib ausprobieren, welche Mühe es kostet, mit dem Rollstuhl über Schwellen zu kommen oder wie schwierig es ist, sich fortzubewegen, wenn die Augen nicht mitmachen. "Dadurch werden Kinder ermutigt, auf Menschen mit Behinderung offen zuzugehen und ihnen vorurteilsfrei zu begegnen", lobte Landrat Andreas Meier in der Feierstunde in der Kapelle des Lobkowitzerschlosses mit Kreisräten, Sekt und Häppchen.
Die Schulen betonen den hohen pädagogischen Wert diese Initiative. Daher kam der Vorschlag für den Sozialpreis auch von der Beratungsstelle für Inklusion am Schulamt um Dieter Bauer. Das Ehepaar Götz ist zudem Teil des Teams der Offenen Behindertenarbeit des Heilpädagogischen Zentrums Irchenrieth, ebenfalls ehrenamtlich.
Die mit 3000 Euro dotierte Auszeichnung teilen sich Beate und Robert Götz mit dem Behinderten- und Vitalsportverein (BVS) Weiden. Für den hatten sich die SPD-Kreistagsfraktion und Bundestagsabgeordneter Uli Grötsch stark gemacht.
Ohne dass im Landratsamt die Floskel von der interkommunalen Zusammenarbeit fiel, macht der BVS daraus ein leuchtendes Beispiel mit Reha-Sportstunden in Vohenstrauß, dem Vereinsheim am Schießlweiher bei Schwarzenbach und der Deutschen Meisterschaft im Fußballtennis vergangenes Jahr in der Turnhalle des Neustädter Gymnasiums. "Eine tolle Veranstaltung", schwärmt Andreas Meier im Rückblick.
610 Mitglieder des BVS kommen aus dem Landkreis. Sie können in 21 Abteilungen von Bosseln bis Skifahren Sport treiben. Der Verein hat sogar ein Angebot für Schlaganfallpatienten. Und im Boccia stellt der Club mit Christoph Voit aus Altenstadt/WN einen Deutschen Meister.
Die 1500 Euro Preisgeld sind hochwillkommen, bedankte sich Vorsitzende Sabine Birner. Da der Schießlweiher oft wenig Wasser führt, musste der Verein zuletzt 32 Meter tief bohren und eine Wasserpumpe für das Vereinsheim installieren. All dies ist jeden Cent wert, zitierte Birner den früheren Landrat Christian Kreuzer: "Die Anlage am Schießlweiher ist die Vorstufe zum Paradies."













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