11.12.2019 - 18:40 Uhr
Neustadt an der WaldnaabOberpfalz

Tod ein Abschnitt des Lebens

Sterben ist nicht nur ein medizinischer Vorgang, sondern der letzte Abschnitt des Lebens, der in Würde ablaufen soll. Der Ambulante Hospizdienst widmet sich dabei auch der Trauerbegleitung für Kinder.

Leiterin Elke Lauterbach und Baronin Adelheid von Gemmingen stellen heraus, dass der ambulanten Hospizdienst von Spenden lebt. Politische Mandatsträger und Bürgermeister informieren sich in der Einrichtung.
von Ernst FrischholzProfil

Eine Reihe von CSU-Bürgermeistern, die Landtagsabgeordneten Tobias Reis und Stephan Oetzinger sowie Landrat Andreas Meier bekamen einen Einblick in den Ambulanten Hospizdienst Sankt Felix Weiden-Neustadt/WN beim Besuch der Einrichtung im ehemaligen Krankenhaus. Dass man kurz vor Weihnachten nicht mit leeren Händen kommt, war selbstredend. Josef Pflaum, Vorstandschef der Vereinigten Sparkassen, hat einen Scheck über 2000 Euro dabei. Beide übergaben an die Leiterin des Ambulanten Hospizdienstes, Elke Lauterbach, den Spendenscheck.

Der Landkreischef zeigte sich erfreut, dass mit dem Wegzug der Paliativstation wieder so eine sinnvolle Einrichtung hier ihren Platz gefunden habe. Die Spende sei Anerkennung für die segensreiche Arbeit, die hier geleistet wird, fügte Pflaum an. Die Vereinigten Sparkassen sind überzeugt, dass hier das Geld bestens angelegt ist. Baronin Adelheid von Gemmingen als Diözesanleiterin der Malteser stellte heraus, dass der stationäre Hospizdienst in Neustadt der einzige zwischen Regenburg und Bayreuth sei.

Dem angeschlossen ist der Ambulante, dessen Aufgaben Leiterin Lauterbach erläuterte. Sie könne auf 70 qualifizierte ehrenamtliche Helfer bauen. Primäre Aufgabe sei die Begleitung Schwerkranker und Sterbender auf ihrem letzten Weg und besonders auch derer Familien. Sterben müsse auch zu Hause möglich und entsprechend gestaltet sein. Familien seien oft ausgelaugt durch die Beanspruchung und auch hier setzen die Mitarbeiter an. Professionelle Dienste können oft nicht so schnell einsteigen wie wir, sagte Lauterbach. Der Ambulante Hospizdienst der Malteser sei dazu absolut kostenfrei.

In den Focus rückte Lauterbach die Trauerarbeit mit Kindern. Sie zielt darauf ab, dass die Kinder eigene Trauergefühle aussprechen und auch ausleben. "Unsere geschulten Trauerbegleiter geben Impulse, sie bestärken das Kind auf dessen individuellem Weg dahin, dass sie eine Natürlichkeit in der Trauer sehen und diese einen Platz im Leben bekommen kann", so Lauterbach. Es gelte auch, Strategien im Umgang mit Verlust, Abschied und Trauer für die Kinder zu finden. Dabei sei besonders die eigene Gestaltung des weiteren Lebens wichtig. Der ganz persönliche Trauerweg. Im weiteren Gespräch zweifelte Baron von Gemmingen gegenüber den Politikern die Sinnhaftigkeit der Auflagen beim Aufbau der Hospizeinrichtung in Neustadt/WN an. "Wir mussten dabei sogar um die Größe des Zimmers kämpfen", bestätigte Landrat Meier.

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