19.09.2018 - 14:15 Uhr
Neustadt an der WaldnaabOberpfalz

Trotz Bedenken: Baugebiet soll kommen

An der Rastenhofer Straße soll sich ein winziges Baugebiet ausbreiten. Es besteht aus vier Parzellen zwischen Schmeller- und Christian-Kreuzer-Straße. Einige Anlieger haben damit Probleme.

An der Rastenhofer Straße sollen vier Einfamilienhäuser entstehen und mit einer Stichstraße erschlossen werden. Das gefällt einigen Nachbarn nicht. Der Stadtrat hält trotzdem an dem Mini-Baugebiet fest.
von Friedrich Peterhans Kontakt Profil

Sie sorgten mit ihrer Anwesenheit dafür, dass die Stadtratssitzung am Dienstagabend besser besucht war als sonst. Das Ergebnis dürfte sie allerdings enttäuschen.

Die Fraktionen beschlossen einstimmig, den Bebauungsplan nicht zu ändern. Lediglich ein Vorschlag des Landratsamts wird für die erneute zweiwöchige Auslegung des Plans eingearbeitet. Die vier Häuser sollen mit einer Stichstraße an das Verkehrsnetz angebunden werden. Die Kreisbehörde monierte, dass die bislang zu klein ausfalle. Entsorgungsfahrzeuge könnten dort nicht wenden. Darauf ließen sich die Räte ein, nicht jedoch auf den Wunsch eines Ehepaars aus der Christian-Kreuzer-Straße, die Stichstraße zu verkürzen, um unnötige Erschließungskosten zu vermeiden. Zudem würden sich die neuen Häuser wertmindernd auf das Anwesen der Familie auswirken, kritisierte das Paar.

Die Verwaltung wies jedoch darauf hin, dass der Wunsch nach einer kürzeren Stichstraße bereits eingearbeitet sei. Der Vorwurf der Wertminderung sei dagegen "rein subjektiv" und daher kein Kriterium.

Eine andere Familie aus der Schmellerstraße hatte noch größere Geschütze aufgefahren. Sie stellt die Notwendigkeit der Bauplätze samt Stichstraße infrage. Ferner hält sie die Regenwasserzurückhaltung für unzureichend und das Beteiligungsverfahren überhaupt für fehlerhaft.

"Das stimmt in keiner Weise, von fehlerhafter Öffentlichkeitsbeteiligung kann keine Rede sein", unterstrich zweiter Bürgermeister Heinrich Maier. Es gebe einen ordentlichen Stadtratsbeschluss pro Baugebiet vom 12. Juni, auch für die Stichstraße, um die verbleibende Grünfläche in diesem Stadtteil weiter für die Öffentlichkeit zugänglich zu halten. Die Regenwasserrückhaltung erfolge im Zuge der Planungen der Stichstraße. Zudem seien die Pläne vorschriftsmäßig ausgelegt worden.

Von den Trägern öffentlicher Belange hat nur der Bund Naturschutz Einwände, allerdings eher grundsätzlicher Natur. Er lehnt die Flächenversiegelung durch die Stichstraße ab. Doch auch dies dürfte dem Baugebiet nicht im Wege stehen.

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