Schulrätin Gabriele Junkawitsch ist die neue stellvertretende fachliche Leitung im Schulamt Weiden-Neustadt. Sie tritt die Nachfolge von Beatrix Hilburger an, die seit 1. Juni Chefin am Schulamt Amberg ist. Wer als dritter Schulrat in Neustadt nachrückt, steht noch nicht fest. "Die Stelle ist ausgeschrieben worden", sagt die fachliche Leiterin Christine Söllner.
Ansonsten ist für das neue Schuljahr im Landkreis und in Weiden alles klar. 6367 Kinder werden im Schulamtsbezirk an den 50 Grund- und Mittelschulen sowie einer Montessorischule in 308 Klassen von rund 700 Lehrern unterrichtet. 1136 Buben und Mädchen werden eingeschult. Das sind 81 mehr als im Vorjahr.
Laut Schulamtsdirektorin Söllner gibt es 56 jahrgangskombinierte Klassen, 4 weniger als 2017/18. Ganztagsklassen werden an den Grundschulen Grafenwöhr (1) Vohenstrauß (1), Albert Schweitzer (3) und Gerhardinger (3) sowie an den Mittelschulen Neustadt (2), Vohenstrauß (6), Max Reger (2) und Pestalozzi (5) unterhalten.
Schulprofil Inklusion: Die Grundschulen Hans Sauer, Vohenstrauß und Grafenwöhr (neu) sowie die Mittelschulen Max Reger, Grafenwöhr und Vohenstrauß schreiben sich die individuelle Förderung aller Schüler ganz dick auf die Fahnen. Sie werden dafür mit zusätzlich 10 Lehrerstunden und einer Sonderschulkraft mit 13 Stunden belohnt.
Eine "tolle Einrichtung" ist nach den Worten Söllners die unabhängige Beratungsstelle Inklusion. Beratungsrektor Dieter Bauer und Sonderschulkonrektorin Kunigunde Schwägerl zeigen mögliche Wege der Schullaufbahn für das Kind auf, informieren über personelle Ressourcen, Wohnortnähe oder Schulwegbedingungen, geben Hilfestellung bei Verwaltungsängsten, unterstützen bei der Kontaktaufnahme mit Schulleitern, Lehrern und Schulbegleitern und informieren über das regionale Angebot schulischer und außerschulischer Hilfe.
Neu für die vielen Kinder mit Migrationshintergrund ist, dass die vormaligen Übergangs- zu Deutschklassen werden. Das sieht eine intensive Deutsch-Förderung in allen Fächern, das neue Fach "Kulturelle Bildung und Werteerziehung" mit vier Wochenstunden und eine verbindliche Intensivierung des Deutsch-Lernens vor. Bei dieser Sprach- und Lernpraxis können vor Ort externe Kräfte oder Kooperationspartner eingesetzt werden.
An der Pestalozzischule soll im neuen Schuljahr das "9 + 2 - Modell" beziehungsweise die "Vorbereitungsklasse" (10V) eingerichtet werden. "9 + 2" bedeutet, dass alle Schüler die Mittlere Reife nach einer 10. Klasse ablegen, sondern ein 11. Schuljahr anhängen. "Das hat den großen Vorteil, dass für die Bearbeitung des Unterrichtsstoffs und damit der Prüfungsvorbereitung die doppelte Zeit verfügbar ist", erläutert Schulamtschefin Söllner.
In den Lehrerzimmern gibt es neue Gesichter. 13 Lehramtsanwärter kommen zusätzlich an die Grund- und 6 an die Mittelschulen. Dazu gesellen sich noch 3 Förderlehrer- und 2 Fachlehreranwärter. Hinzu kommen 14 sogenannte ZQ-Lehrer. Sie haben eine Zweitqualifizierung erworben, um künftig Grund- und Mittelschulen unterrichten zu dürfen. Eigentlich waren sie zuvor für die Realschule und das Gymnasium vorgesehen, erhielten dort aber keine Anstellung.













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