31.07.2020 - 11:49 Uhr
Neustadt an der WaldnaabOberpfalz

Umweltskandal: Altenstädter baten Kanzlerkandidat Hans-Jochen Vogel um Hilfe

Hans-Jochen Vogel ist am 26. Juli gestorben. Anlass für Rainer Christoph aus Altenstadt/WN, sich an eine Begegnung mit dem Kanzlerkandidaten der SPD zu erinnern. Es ging um einen Umweltskandal, der noch immer nachwirkt.

Das Bild zeigt die Übergabe der damals bekannten Fakten zum Skandal. Von links Roland Heidenblut vom BLLV, Rainer Christoph, Bürgerinitiative, Franz Fink, Hans-Jochen Vogel und MdB Ludwig Stiegler.
von Rainer ChristophProfil

Es war der Beginn einer heißen Debatte um einen der größten Umweltskandale in Bayern, wenn nicht darüber hinaus. Fluorgas vernichtete das Grün in den Altenstädter Gärten, aus den Schornsteinen der Glasfabriken regnete es Blei auf Autos. Das Thema machte bundesweit Schlagzeilen. Hilfesuchend wandte sich bei einem Besuch im Bonner Bundestag im Sommer 1983, Rainer Christoph aus Altenstadt im Auftrag der Bürgerinitiative an den SPD-Kanzlerkandidaten Vogel. Organisiert hatte die Fahrt der BLLV Weiden mit Hilfe des SPD-Abgeordneten Ludwig Stiegler und des Tirschenreuther Bürgermeisters Franz Fink. Die Oberpfälzer Besucher legten Flugblätter im Bundestag auf oder warfen sie in die Postkästen der Bundespolitiker. Im Archiv von Altenstadt lagern vier dicke Ordner über Messergebnisse und die vielfältigen Auseinandersetzungen mit Behörden und Unternehmern. Bis zum heutigen Tag sind die Folgen in Altenstadt und Neustadt noch nicht abgeschlossen sind. Die Altlasten lagern noch immer in den ehemaligen Betriebsgeländen der Glasfabriken.

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