17.08.2018 - 16:40 Uhr
Neustadt an der WaldnaabOberpfalz

Ungetrübter Badespaß

Wer baden will, kann sich bedenkenlos in die Fluten stürzen. Nicht nur, dass die Wasserqualität in den vielen Badeweihern in der Region einwandfrei ist, auch die Temperaturen sollen sommerlich heiß bleiben.

Dr. Thomas Holtmeier und Aufseher Martin Meyer überprüfen die Wasserqualität am idyllischen Manteler Badeweiher.
von Martin Staffe Kontakt Profil

(ms) Das Gesundheitsamt Weiden, eine Abteilung des Neustädter Landratsamts, hat in dieser Woche wieder alle 20 größeren Badeweiher im Landkreis und den Naturbadeweiher im Schätzlerbad Weiden besucht. Hygienekontrolleur Martin Meyer hat an allen Gewässern nach sichtbaren Gesundheitsgefährdungen für Badende Ausschau gehalten. Außerdem hat er Wasserproben entnommen, die das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit auf Bakterien untersucht, die eine erhöhte Belastung des Wassers mit Darmkeimen anzeigen.

Fazit der Badewassertour vom 13. August: "Es gab keine sichtbaren Auffälligkeiten wie größere Verunreinigungen oder Trübungen stärkeren Ausmaßes", versichert Gesundheitsamtschef Dr. Thomas Holtmeier. Auch Blaualgenblüte oder verendete Fische seien trotz der Hitzeperiode nicht festgestellt worden. Die Ergebnisse der letzten Jahre hätten in allen Weihern praktisch immer eine einwandfreie Wasserqualität gezeigt.

Einen Freifahrtschein kann Holtmeier allerdings auch nicht erteilen. Denn aufgrund der möglichen Einflüsse, denen die Seen unterworfen seien, könne er in dem einen oder anderen Teich Veränderungen der Wasserqualität nie ganz ausschließen. Daher sollten sich die Wasserratten jedes Mal erst vergewissern, "dass die Verhältnisse zum Baden taugen", rät der Medizinaldirektor. Dies gelte insbesondere bei extremen Witterungsbedingungen wie der aktuellen Hitzeperiode, aber auch bei Starkregen.

Vorsicht sei geboten bei offensichtlichen Verunreinigungen oder Verfärbungen des Wassers, ungewöhnlichem Geruch, stärkeren Schlieren- oder Schaumbildung oder wenn mehrere tote Fische auf dem Wasser treiben. In diesen Fällen sollten sich Badegäste gleich an die Kommune wenden. Gemessen hat Kontrolleur Meyer auch die Temperatur im Flachwasserbereich (siehe Grafik). Spitzenreiter ist der Badeweiher in Pressath mit 25 Grad. Am kühlsten ist der Badeweiher in Störnstein mit 21,2 Grad.

Herausragend im Landkreis ist der Rußweiher in Eschenbach, die einzige EU-Badestelle zwischen Kirchenthumbach und Eslarn. Das bedeutet, dass das Gewässer der EU gemeldet ist und strengen Richtlinien unterliegt. Die Badegewässerverordnung legt fest, welche Kriterien eine EU-Badestelle erfüllen muss. So sollten genügend Leute den See besuchen und die Logistik stimmen. Die EU bestimmt auch genaue Termine, wann Proben genommen werden müssen.

Das Freizeitparadies Rußweiher gehört mit 25 Hektar Wasserfläche zu den größten Badeseen in der nördlichen Oberpfalz. Hintergrund

Badeweiher in Stadt und Land
Info:

Aktuelle Ergebnisse

Wenn Anfang nächster Woche die Ergebnisse der Wasserqualität aller 20 untersuchten Badeseen vorliegen, können sie auf der Internetseite des Gesundheitsamts (www.gesundheitsamt.neustadt.de) eingesehen werden. Dort finden sich auch Angaben zum Verhalten an natürlichen Badegewässern, denn bei allen Badefreuden dürfen die Unfallgefahren nicht außer Acht gelassen werden.

Info:

In den Schwimmbädern herrscht seit Wochen Hochbetrieb. Bis Donnerstagabend zählte das Freibad Windischeschenbach bereits 41 000 Besucher. Das sind schon 3590 mehr als in der gesamten Saison 2017. Der beste Tag war laut Bademeister Horst Lindner am Donnerstag, 9. August, mit 1580 Gästen. Das Thermometer zeigte 36 Grad an. „Wir haben noch nie so viele Sonnentage und Trockenheit gehabt.“ Folge sei, dass die Leute verwöhnt seien. Habe es einmal nur noch 24 Grad, kämen viele Leute nicht mehr.

Auch das Freibad in Pleystein meldet Rekordzahlen. Bademeister Hubert Rewitzer verweist auf bisher 48 997 Gäste. Im Vorjahr waren es lediglich 35 635. Spitzereiter war Dienstag, 31. Juli, mit 1853 Besuchern.

Und auch die bisherige Bilanz im Weidener Schätzlerbad kann sich sehen lassen. Bis Freitagmittag waren es nach Angaben von Norbert Ziegler, Schatzmeister des Schwimmvereins, schon 135 000 große und kleine Gäste. Das sind 23 000 mehr als im Vergleichszeitraum 2017.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.