Das gibt es auch nicht jeden Tag: Schon lange vor dem Auftritt der "Ursprung Buam" am Freitagabend war der große Saal der Stadthalle fast voll besetzt. Ein klares Zeichen: Die drei Zillertaler Musikanten treffen hier ihre echten Fans. Und die nehmen dann das Warten bis 20 Uhr auch gerne in Kauf.
Doch dann kommen Martin und Andreas Brugger sowie Franz Josef Höllwarth auf die Bühne. Ohne großartige Ankündigung, aber sofort brandet der erste Beifall auf. Es ist das Zeichen des Willkommens in der nördlichen Oberpfalz.
Die Gitarre, die Diatonische und die Harfe sind bei den Musikanten, privat eigentlich auch eine echte Familie, in besten Händen. Dass Musik ohne Noten auch ausgezeichnet zu spielen ist, zeigen die sympathischen Tiroler in ihrer Landestracht. Sie haben ihre Musikstücke ganz einfach im Kopf. Deshalb braucht´s auch keine großartige Dekoration auf der Bühne. Einzig Andreas Brugger hat mit fünf "Steirischen Harmonikas" seine eigene Ausstattung dabei.
Da kommt dann von Martin Brugger noch die Bitte oder auch Aufforderung an die Besucher, die freien Flächen vor der Bühne, wenn´s sein muss auch im Foyer oder in den Gängen im Saal, zum Tanzen zu nutzen. Dann aber folgen Polka, Walzer und die Boarischen in Serie.
Wer genau hinschaut, merkt, bei welchen Tänzen sich die Paare besonders gerne auf dem Parkett bewegen. Martin Brugger ist es auch, der mit lustigen Sprüchen das Programm auflockert und seine musikalischen Mitstreiter vorstellt, wenn es überhaupt noch notwendig war.
"Wenn die Ursprung Buam musizieren", heißt ein Titel von der neuen CD "Hund hemma scho". Vielleicht auch nicht ganz astrein zu übersetzen, aber jeder Besucher weiß, was die drei Musikanten damit ausdrücken wollen.
Im ersten Teil ihres Gastspiels im Rahmen der Frühjahrstournee 2019 serviert das Trio bunt gemischt ein Programm, das einfach zum Tanzen oder Mitklatschen, auch mal zum Schunkeln einlädt oder sich gedanklich in die Bergwelt Tirols hineinzudenken. Nach der Pause gibt es von den "Ursprung Buam" Lieder von der neuen CD zu hören. Natürlich können die Besucher die Zillertaler bei der Autogrammstunde noch hautnah erleben.

















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