Neustadt an der Waldnaab
17.03.2020 - 16:39 Uhr

Verwirrung um Coronafälle im Kreis Neustadt/WN

Es gibt einen ersten Bestätigten Fall des Coronavirus im Landkreis Neustadt/WN. Schenkt man den Angaben des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit aber glauben, gibt es den ersten Fall schon viel länger. Was ist also richtig?

Die Karte zeigte schon vergangene Woche an, dass es auch im Landkreis Neustadt/WN einen Coronafall gegeben haben soll. Screenshot: Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit
Die Karte zeigte schon vergangene Woche an, dass es auch im Landkreis Neustadt/WN einen Coronafall gegeben haben soll.

Nun scheint es, als habe es sich um eine Prophezeiung selbst erfüllt. Im Landkreis Neustadt/WN gibt es eine bestätigte Infektion mit dem Coronavirus. Am Samstag noch hatte die Stadt Weiden mitgeteilt, dass es zwei weitere Infektionen mit dem Coronavirus in Weiden gegeben hatte und somit die Zahl der dort bisher bekannten Fälle auf sieben gestiegen war. Der Landkreis Neustadt/WN schien bis dahin verschont geblieben zu sein. Dem Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) zufolge gab es dort schon länger eine erste Infektion mit dem Virus. Das LGL bietet eine interaktive Karte an, auf der die Krankheitsfälle bayernweit nach Städten und Landkreisen aufgelistet werden. Dieser zufolge gab es in Weiden nur aber sechs Fälle.Welche Angaben waren also richtig? Die Pressesprecherin de Landratsamts Neustadt/WN, Claudia Prößl, brachte Licht ins Dunkel: "Es sind sieben Fälle in Weiden und null im Landkreis Neustadt an der Waldnaab", erklärte sie. Das LGL habe schlichtweg einen Fehler bei der Zuordnung gemacht, weil das Gesundheitsamt Weiden-Neustadt den ersten bestätigten Corona-Fall dort gemeldet hatte. "Ich habe das schon beanstandet", sagte Prößl. Aufgrund der aktuellen Entwicklungen zeigte sie Verständnis, dass die Verantwortlichen die Karte noch nicht korrigieren konnten. "Die kommen wohl auch nicht mehr hinterher, solche Sachen zu korrigieren." Das dürfte sich erledigt haben, die Zahl im Landkreis ist ja mittlerweile auf einen Fall gestiegen.

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