14.11.2019 - 09:41 Uhr
Neustadt an der WaldnaabOberpfalz

Zugabe oben ohne

Die drei Musikkabarettisten Michi Dietmayer, Roland Hefter und der Keller Steff begeistern als „3 Männer nur mit Gitarre“ gut 300 Zuhörer in der Stadthalle.

Michi Dietmayr, Roland Hefter und der Keller Steff (von links), die drei Männer mit Gitarre, unterhalten das Publikum in der Stadthalle im Rahmen ihrer Tour "Oana muass ja macha" prächtig. Zwar nicht ganz, jedoch zur Zugabe oben ohne.
von Hans PremProfil

„Oana muass ja macha“ lautet der Titel ihrer Tournee. Zum Beispiel das Publikum unterhalten, Spaß verbreiten, auf den einen oder anderen gesellschaftlichen Missstand hinweisen oder von humorvollen Ereignissen erzählen. Im konkreten Fall sind es gleich drei hervorragende Musikkabarettisten.

Bereits beim ersten gemeinsamen Titel, der „G'schicht von den 3 Männern“, wird deutlich, dass die Chemie zwischen ihnen stimmt. Nicht nur musikalisch, sondern auch menschlich. Ein harmonisches Miteinander ist zu spüren, bei dem aber auch die verschiedenen Typen von Michi, Roland und Steff nicht verloren gehen.

Die drei Freunde aus Oberbayern haben sich bei Auftritten auf diversen Kleinkunstbühnen kennengelernt und stellten ihre Gemeinsamkeiten fest: Alle drei spielen Gitarre, alle drei machen Lieder, sie ticken ähnlich, sind alle drei kleine Chaoten und es gibt kein Konkurrenzdenken. Also, warum nicht ein gemeinsames Projekt machen? So wurde daraus die Erfolgsgeschichte der 3 Männer mit über 200 ausverkauften Konzerten. Seit Oktober letzten Jahres sind sie nun mit der aktuellen Tour unterwegs.

Michi, Roland und Steff sind sich dabei in ihren Liedtexten treu geblieben: Erfrischend lustig, sympathisch echt und manchmal auch bayrisch ernst, weil sie eben nicht wahllos irgendwo draufhauen und mitschwimmen, nur weil es gerade angesagt ist. Sie wirken authentisch, sind echte Typen und wenn sie gemeinsam singen und auf ihren Gitarren schrummen, erinnert das eine oder andere Stück vor allem im Chorgesang, wie zum Beispiel „A Liachtl schenka“, ein klein wenig an STS. Inhaltlich widmen sie sich den kleinen und großen Missgeschicken des Alltags wie in „Des is doch jedem scho passiert“ oder „Mamis beim Fuaßboi“, bei deren Verhalten es am Rande des Spiels wohl nichts mehr mit dem Weltfrieden werden wird.

Immer wieder stehen Dietmayr, Hefter und Keller auch alleine auf der Bühne und bieten Auszüge aus ihren jeweiligen Solo-Programmen. Dietmayer konzentriert sich inhaltlich überwiegend ganz auf den alltäglichen Wahnsinn, den Singles und Pärchen durchleben. Hefter persifliert sich oft selbst und das bayerische Leben mit einem Augenzwinkern, humorvoll und hinterfotzig. Der Keller Steff steht für satten Alpenrock aus dem Chiemgau gibt meistens Vollgas, wie sein „Bulldogfahrer“, ohne den es nicht geht.

Die drei Musiker nehmen das Publikum von Beginn an mit. Von Anfang an wird zu den einzelnen Refrains rhythmisch geklatscht und mitgesungen, oder bei den Entspannungswitzen herzhaft gelacht. Am Ende bekommen die Zuhörer dann doch noch geboten, was die freizügig gestalteten Plakate versprochen haben: Nackte Haut. Zwar nicht gänzlich ohne Kleidung, jedoch oben nackt, nachdem sie sich bei der Zugabe, in rotem Scheinwerferlicht und Nebel ihrer T-Shirts entledigt haben. Das Gejohle vor allem der weiblichen Fans war groß. Mit der Ballade „Vom Herrgott“ und ihrem Titelsong „Oana muaß ja macha“ verabschieden sich die drei nach einem mitreißenden Konzert mit authentischen Typen und ehrlicher Musik, mit der sie das Publikum von Beginn prächtig unterhalten haben.

Michi Dietmayr, Roland Hefter und der Keller Steff (von links), die drei Männer mit Gitarre, unterhalten das Publikum in der Stadthalle im Rahmen ihrer Tour "Oana muass ja macha" prächtig. Sie begeistern mit einem mitreißenden Konzert.
Michi Dietmayr, Roland Hefter und der Keller Steff (von links), die drei Männer mit Gitarre, unterhalten das Publikum in der Stadthalle im Rahmen ihrer Tour "Oana muass ja macha" prächtig. Sie begeistern mit einem mitreißenden Konzert.
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