11.07.2018 - 11:58 Uhr
Neusteinreuth bei KemnathOberpfalz

"Feuer" bei den Waldbären

Mit Blaulicht fahren Feuerwehrautos in den Wald, evakuieren die „Waldbären“. Am nächsten Tag rücken die Feuerwehrler erneut an: Ein „Waldbrand“ muss gelöscht werden. Beim Ausflug zur Feuerwehr erleben die Kinder einiges.

In sicherer Entfernung warten die Waldbären, bis ihre Kameraden gemeinsam mit den Feuerwehrleuten den „Waldbrand“ bekämpft haben.
von Michael DenzProfil

(mde) Es waren für die Mädchen und Buben der Waldbärengruppe der Kemnather Kindertagesstätte mehrere besondere Erlebnisse. Zur Evakuierungsübung rücken Feuerwehrgroßfahrzeuge der Kemnather Brandschützer mit Blaulicht an. Am "Notfalltreffpunkt" hatten sich die Kleinen mit den Erzieherinnen und Betreuerinnen versammelt. Doch alles nur eine Übung. Kreisbrandinspektor Otto Braunreuther erläuterte kindgerecht den Ablauf einer solchen Übung.

Natürlich durfte eine Rundfahrt mit den Feuerwehrautos nicht fehlen. Doch warum die Waldbären evakuieren? Das Notfallkonzept besagt, dass bei unvorhersehbaren und plötzlichen schweren Unwettern oder Gefahren die Kinder schnellstmöglich aus dem Waldkindergarten nahe Anzenberg bei Neusteinreuth in den städtischen Kindergarten in die Wunsiedler Straße verbracht werden müssen. Dafür ist im Ernstfall die Feuerwehr zuständig. In der Vergangenheit hatten die Floriansjünger bereits eine solche Evakuierung aufgrund einer extremen Wetterlage im Januar 2017 vorgenommen.

Mit Blaulicht und Martinshorn rückte am darauffolgenden Tag das Hilfeleistungslöschfahrzeug in den Wald aus. Ein Brand in unmittelbarer Nähe der Waldbärengruppe wurde angenommen. Braunreuther erklärte vorab, wie sich die Betreuerinnen und Kinder bei einem Brandereignis zu verhalten haben. Bei der Löschübung jedoch durften die Kleinen ganz nah beim Geschehen sein. Gespannt verfolgten sie den Löschaufbau mit zwei C-Rohren. Unter Aufsicht der Brandschützer Florian Braunreuther, Peter und Tina Wolf, Lukas Häckl und Michael Denz durften sie "truppweise" mit ans Strahlrohr gehen und den "Waldbrand" bekämpfen, natürlich nicht ohne kleine Schutzjacke und Kunststoffhelm.

Beim Ausflug zur Feuerwehr erleben die Kindergartenkinder "am dritten actionreichen Tag" noch viel mehr. Peter Kreuzer, Lukas Häckl, Tina und Peter Wolf, Michael Denz und Brandschutzerzieher Otto Braunreuther gaben ihnen einen Überblick über die Einsatzfahrzeuge und Ausrüstung. Auch durften die jungen Gäste wie "Feuerwehrmann Sam" einmal hinterm Steuer sitzen. Die große Drehleiter und die "Löschkanonen" brachten sie noch mehr zum Staunen. Hautnah erlebten sie einen ausgerüsteten Atemschutzgeräteträger. Braunreuther zeigte ihnen in einer Vorführung die Gefahren des Feuers auf, das sie mit der Kübelspritze löschen durften.

Als Dankeschön für die drei spannungs- und erlebnisreichen Tage sangen die Kinder mit den Erzieherinnen und Betreuerinnen das "Waldbärenlied" und überreichten ein selbst gemaltes Bild sowie Schokolade. Von den Brandschützern gab es zur Erinnerung ein kleines Feuerwehrbuch.



Unter der Aufsicht von Feuerwehrleuten dürfen die Kinder selbst mit ans Strahlrohr. Die kleinen Schutzjacken und Helme sorgen für echts "Feuerwehrfeeling".

Auch die Kübelspritze kommt zum Einsatz. Die Kinder dürfen dabei selbst an den Löschschlauch.

Die Gefahren des Feuers führt Brandschutzerzieher Otto Braunreuther vor.

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