Niedermurach
20.04.2021 - 14:32 Uhr

90 Jahre alt: Martin Prey aus Niedermurach ist mit seinem Lebenswerk zufrieden

Zufrieden mit seinem Lebenswerk, geistig fit und körperlich weitestgehend mobil, so zeigte sich Martin Prey (Zweiter von links) an seinem 90. Geburtstag. Neben ihm Sohn Martin (Bürgermeister), dahinter stellvertretende Bürgermeisterin Rita Salomon und Pfarrer Herbert Rösl. Bild: Josef Böhm
Zufrieden mit seinem Lebenswerk, geistig fit und körperlich weitestgehend mobil, so zeigte sich Martin Prey (Zweiter von links) an seinem 90. Geburtstag. Neben ihm Sohn Martin (Bürgermeister), dahinter stellvertretende Bürgermeisterin Rita Salomon und Pfarrer Herbert Rösl.

Wenn über eine Zeitspanne von 90 Jahren gesprochen wird, so ist dies für junge Leute eine gefühlte Ewigkeit. Ganz anders empfindet das ein Mensch, der auf einen solchen Zeitraum zurückblicken kann: So hatte Martin Prey aus Niedermurach an seinem 90. Geburtstag das Gefühl, dass „doch alles gar nicht so lange her ist“.

Die Erinnerungen an eine Fülle von Geschehnissen, Geschafftem und Erlebtem vermischten sich an Preys Jubeltag mit Glückwünschen der Gratulanten. Als gebürtiger Niedermuracher wuchs er mit einer Schwester und drei Brüdern am Haberlbauernhof auf. Nach seiner Volksschulzeit besuchte er die Landwirtschaftsschule in Nabburg, da er als ältester Sohn zur Übernahme des Hofes bestimmt war. 1958 übernahm er den Hof, der seit 1871 urkundlich nachgewiesen ist.

Im Jahr 1959 schloss Martin Prey den Ehebund mit Kreszenz Winkler aus Trichenricht, die er zurückblickend als sein größtes Lebensglück bezeichnet. Gemeinsam stellten sie ihren Hof auf die neuzeitliche Schiene. Und trotz aller Mühen kamen Lebensfreude, Frohsinn und Heiterkeit nicht zu kurz. Als leidenschaftlicher Landwirt stellte Martin Prey mit baulichen Modernisierungsmaßnahmen schon früh die Weichen für die Zukunftsfähigkeit seines Betriebs. Auch mit der landtechnischen Ausstattung war er stets auf Höhe der Zeit. Nach 34 Jahren folgte 1992 die Übergabe an Sohn Martin, der den Hof nun schon längere Zeit als Biobauernhof bewirtschaftet.

Acht Kinder gingen aus der Ehe hervor und neben 21 Enkelkindern bereichern inzwischen fünf Urenkel seine Großfamilie. Als 2008 seine Frau starb, bedeutete dies für Martin Prey den schmerzlichsten Einschnitt in seinem Leben. Trotzdem hat er sich seinen Humor erhalten und sein Interesse an Wald und Flur ist ungebrochen. Als bodenständiger Bauer, durch dessen Leben sich bis heute die Landwirtschaft wie ein roter Faden zieht, gilt sein Augenmerk besonders den Milchkühen im Hofstall und den Jungtieren im Aussiedlerstall, wo er täglich anzutreffen ist. Auch wenn er von der Familie gut umsorgt wird, so ist er dennoch froh, dass er sein Leben noch weitestgehend selbstbestimmend gestalten kann. Etwas Verdruss bereiten dem kontaktfreudigen Jubilar die wegen Corona fehlenden Festlichkeiten und geschlossenen Wirtshäuser.

Auch im öffentlichen Leben der Dorfgemeinschaft brachte sich Martin Prey ein: Bei der Wiedergründung des Burschenvereins 1951 übernahm er das Amt des Schriftführers, von 1955 bis ’58 war er Vorsitzender. Er leistete aktiven Feuerwehrdienst und war lange Ortsobmann des Bauernverbandes. Sein Interesse am Welt- und Dorfgeschehen hält ihn geistig fit, und in Sachen Heimatkunde gleicht er einem „wandelnden Geschichtsbuch“.

An seinem Ehrentag wurden zahlreiche Gratulanten bei Martin Prey vorstellig – coronabedingt viele am Telefon oder an der Haustür. Glück-, Segens- und Gesundheitswünsche überbrachten Pfarrer Herbert Rösl für die Pfarrei, stellvertretende Bürgermeisterin Rita Salomon für die politische Gemeinde, Joseph Salomon für die MMC, Renate Pflug für den Krankenpflegeverein und stellvertretender Vorsitzender Michael Schneeberger für die Niedermuracher Feuerwehr.

 
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