18.02.2020 - 10:58 Uhr
NiedermurachOberpfalz

Auch der "Garten der Liebe" braucht Pflege

Besonderer Wortgottesdienst zum Valentinstag in der Pfarrkirche Niedermurach - Auf Bedürfnisse des Partners eingehen

Geradezu einladend wirkte die symbolisch gestaltete Gartenecke, die sich harmonisch in das Motto der Valentinsfeier „Im Garten der Liebe“ einfügte. Auf der Bank und am Ambo Thomas und Michaela Müller, im Hintergrund die Gruppe „Horizont“.
von Josef BöhmProfil

Der kommerziellen Oberflächlichkeit des Valentinstages eine tiefere Wertigkeit entgegenzusetzen war die Idee: Der Pfarrgemeinderat Niedermurach wollte den Liebenden ein Angebot machen, den Namenstag des heiligen Valentin einmal ganz anders zu begehen. Kaplan William Akkala, Pfarrgemeinderatssprecherin Irmgard Glaser, Michaela und Thomas Müller sowie die Gruppe "Horizont" gestalteten einen besonderen Wortgottesdienst in der Pfarrkirche Niedermurach, ganz dem Motto "Im Garten der Liebe" gewidmet.

Der Kaplan erinnerte kurz an das Leben des heiligen Valentin und fügte hinzu: "Liebe lebt von kleinen Aufmerksamkeiten. Doch weil sie so verletzlich ist, wollen wir sie ganz unter den Schutz Gottes stellen und ihn um seinen Segen bitten." PGR-Sprecherin Irmgard Glaser empfahl den Anwesenden, zur Ruhe zu kommen, den Alltag hinter sich zu lassen, das Herz zu öffnen "für den Augenblick, den Moment, die Stunde, für den Tag, das Leben" und den Blick auf den eigenen Lebensgarten zu richten. Eindrucksvoll unterstrich die Dekoration einer Gartenecke die Gedanken. Der Dialog zwischen Thomas und Michaela Müller beschrieb den Gebrauch von Spaten, Rechen, Hacke, Gießkanne, Dünger, Samen, Pflanzen und Sitzbank im Hausgarten und im übertragenen Sinn ihre besondere Bedeutung im persönlichen Liebesgarten. Dabei wurde immer wieder deutlich, dass die Liebe als ein Geschenk Gottes zu sehen sei. Achtsam sein, auf Bedürfnisse des Partners einzugehen, der respektvolle Umgang, Dankbarkeit und auch Zeit zu schenken seien Dünger für den Garten der Liebe.

Bei der Meditation zum Bild von Emil Nolde "Der große Gärtner" kam auch das Gleichnis vom Feigenbaum, der keine Früchte trug, aus dem Evangelium zur Sprache. So wie der Weingärtner den Besitzer um Zeit für Düngen und Pflege bat, so solle der liebevollen Beziehung auch in schwierigen Zeiten immer wieder eine Chance zum Guten hin gegeben werden. Die partnerschaftliche Liebe sei eine Aufgabe fürs ganze Leben. Mit ihren Liedern setzte die Gruppe "Horizont" berührende Akzente. Zum Schluss spendete Kaplan William Akkala allen Paaren den besonderen Segen. Im Pfarrheim stießen dann die Gäste in entspannter Runde auf die Liebe und das Leben an.

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