04.04.2019 - 11:28 Uhr
NiedermurachOberpfalz

Gartenbauverein gibt der Gesellschaft viel zurück

Die Mitglieder haben nicht nur den eigenen Garten im Blick: Der Gartenbau- und Ortsverschönerungsverein (GOV) Niedermurach macht sich auch für den Nachwuchs stark und stellt mit einer Spende soziales Engagement unter Beweis.

Über Geben und Nehmen in Garten und Natur referiert Agnes Feuerer beim Gartenbauverein.
von Christof FröhlichProfil

In seinem Rückblick in der Jahresversammlung blendete Vorsitzender Martin Stigler auf das Binden und den Verkauf von Palmbüscheln zu einem wohltätigen Zweck, den Ausflug nach Veithöchheim und Würzburg und die Fahrt zum Christkindlmarkt zurück. Der Bezeichnung "Ortsverschönerungsverein" hätten die Mitglieder mit dem Bepflanzen der Blumenkästen an der Murachbrücke, aber auch mit der Pflege ihrer Anwesen alle Ehre gemacht.

Mit den Kindern wurde in der Schreinerei Danzl "Insektenraketen" gebastelt, außerdem fand ein Wettbewerb "Wer züchtete die größte Kartoffel" statt. Rege genutzt wurde die Ausleihe der vereinseigene Gartengeräte. Hier galt der Dank Stiglers jenen Mitgliedern, die diese Geräte in Schuss“ halten und zur Ausleihe gegen eine kleine Gebühr zur Verfügung stellen. Ebenso standen viele Feste und Feier inner- und außerhalb der Gemeinde im Kalender. Martin Stigler dankte allen, die sich am Vereinsleben beteiligt haben.

Bürgermeister Martin Prey charakterisierte den GOV als einen Verein, "der von der Gemeinde nichts verlangt, ihr aber mit seinen Aktivitäten und der Pflege des Ortsbildes sehr viel gibt". Lobend erwähnt er die Spende von 500 Euro an die Kinderkrebshilfe Nordoberpfalz. Damit habe die Gruppierung sein soziales Engagement für die Gesellschaft im Allgemeinen und für die Kinder im Besonderen bewiesen. Gut fand Prey auch die Gründung einer Kindergruppe.

Zum Thema "Bienen- und insektenfreundliche Pflanzen in unseren Gärten" referierte im Anschluss Agnes Feuerer, stellvertretende Vorsitzende des Kreisverbandes für Gartenbau und Landespflege. In den Gärten sei es wie im richtigen Leben, führte sie aus, "wenn wir den Bienen und Insekten durch Pflanzen genügend Nahrung geben, bescheren sie uns gutes Obst und tolle Naturerlebnisse". Unterstützt durch Bilder zeigte die Referentin auf, wie mit bienen- und insektenfreundlichen Pflanzen jeder Einzelne etwas für den Artenschutz im eigenen Garten tun könne.

Viele Insektenarten gebe es schon gar nicht mehr, und auch drei Viertel der Schmetterlingsarten seien bereits ausgestorben. Ein Umdenken zum Schutz der Natur sei dringend erforderlich. Es seien auch fast keine Singvögel mehr zu hören, denen durch den Rückgang der Insekten die Nahrungsgrundlage ausgehe. Feuerer appellierte dazu, an Gartenrändern und -ecken etwas Gras oder Rasen stehen oder etwas Altholz liegen zu lassen, um für Insekten und Kleintiere ein Lebensfeld zu schaffen. Die Fachfrau zeigte im Einzelnen auf, welche Blumenarten als Nahrungsquellen für Bienen gut geeignet sind. Wichtig sei noch, dass eigentlich vom Frühjahr bis in den späten Herbst hinein stets etwas blühen und neu wachsen sollte.

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