12.08.2020 - 14:40 Uhr
NiedermurachOberpfalz

Mit Maria dem Leben Orientierung geben

Die Herz-Mariä-Bruderschaft in Niedermurach muss in diesem Jahr auf ihre weltliches Feier zum Bruderschaftsfest verzichten. Umso eindringlichere Worte wählt Pfarrer Herbert Rösl im Festgottesdienst.

Nur wenige Jubilare waren der Einladung zur Ehrung beim Bruderschaftsfest gefolgt. Paul Bauer, Michael Süß, Willi Hauser und Michael Zitzmann (vorne, von links) nahmen Segenswünsche, Urkunde und Kerze persönlich von Kirchenpfleger Jakob Kiener und Pfarrer Herbert Rösl (hinten, von links) entgegen.
von Josef BöhmProfil

Mit der Abkehr von christlichen Werten und Glaubensgrundsätzen steigt auch die Orientierungslosigkeit bei vielen Menschen. Befeuert wird dieser Trend durch Propaganda, Ideologien, Falschmeldungen, Gerüchte und Halbwahrheiten in sozialen Medien, die bewirken, dass das Böse auf der Welt sichtbar und spürbar zunimmt. Diese Feststellungen sind den Mitgliedern der Herz-Mariä-Bruderschaft Niedermurach bewusst. Beim Festgottesdienst zum Bruderschaftsfest bekamen die Gottesdienstbesucher Wege zur persönlichen Lebensorientierung aufgezeigt.

Zu Beginn der Messfeier begrüßte Pfarrer Herbert Rösl besonders die Jubilare der Herz-Mariä-Bruderschaft und nahm deren Ziele - nämlich die Verehrung des reinsten Herzens der Gottesmutter Maria und das inständige Gebet zur Bekehrung der Irrenden und Sünder – herein in die Mitte der Feier.

Christliche Werte wichtig

„Wir erleben Schönes und weniger Schönes“, erinnerte der Geistliche in seiner Predigt an die Wechselhaftigkeit des Lebens und stellte angesichts einer immer orientierungsloseren Welt die Fragen: „Wer soll uns an die Hand nehmen?“ „Was kann uns weiterhelfen, wenn uns der Mut fehlt?“ Als zentrale Weisung zur Lebensorientierung legte der Prediger den Satz Mariens an die Diener aus dem Tagesevangelium von der Hochzeit zu Kana seinen Betrachtungen zugrunde: „Was er euch sagt, das tut!“. Dies sei ein richtungweisendes Wort mit großer Nachhaltigkeit, das natürlich nach Beachtung von Glaubensgrundsätzen und christlichen Werten verlange.

„Viele kleine gute Taten bewirken Großes, und jeden Tag einen Schritt im Sinne des Wortes Gottes wagen, schafft Orientierung und bringt uns im Leben voran“, betonte Pfarrer Herbert Rösl und legte den Zuhörern nahe, „unser ganzes Vertrauen in die Hilfe und Fürsprache der Gottesmutter Maria zu setzen." Dies bringe Erfüllung, Ruhe und Segen in jedes Leben.

Aufgrund der Kontaktbeschränkungen entfiel die sonst übliche Prozession, dafür folgte eine kurze Andacht zu Ehren der Muttergottes. Danach waren die Jubilare zu einer kleinen Feier mit Ehrung ins Pfarrheim eingeladen. Nach dem Gedenken für die im vergangenen Jahr verstorbenen Mitglieder würdigte Pfarrer Herbert Rösl die Treue der Jubilare zur Herz-Mariä-Bruderschaft und überreichte eine Urkunde sowie eine Erinnerungskerze mit dem Marienmotiv des farbigen Fensters in der Pfarrkirche. Unterhaltsame Gespräche rundeten den Jubiläumsabend ab.

Aus dem Emsland

Aus 224 Mitgliedern besteht derzeit die Herz-Mariä-Bruderschaft Niedermurach. Erfreut und überrascht zeigten sich die Anwesenden, als Kirchenpfleger Jakob Kiener bekanntgab, dass Gabi Platten-Koller aus dem fernen Twist-Rühlerfeld (Emsland) neues Mitglied wurde. Kiener äußerte die Hoffnung, dass sich auch wieder Pfarrangehörige der Gebetsgemeinschaft anschließen. Die Mitgliedschaft ist kostenlos.

Hintergrund:

Seit Jahrzehnten dabei

Folgende Mitglieder der Herz-Mariä-Bruderschaft wurden für langjährige Mitgliedschaft ausgezeichnet: Für 60 Jahre Christine Kaiser; für 65 Jahre Paul Bauer, Maria Betz, Fritz Brandl, Katharina Danner, Josef Gleißner, Peter Gleißner, Monika Götz, Konrad Raab, Josefa Schäufl, Georg Stigler, Michael Süß, Anna Uschold und Erwin Voit; für 70 Jahre Barbara Kölbl, Anna Ring, Rosa Werner und Michael Zitzmann; für 75 Jahre Willibald Hauser, Mathilde Hösl, und Franziska Raab. Seit 80 Jahren sind Martin Prey sen. und Franziska Zinnbauer bei der Bruderschaft.

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