09.10.2020 - 15:10 Uhr
NiedermurachOberpfalz

Niedermuracher Grundschüler auf Entdeckungsreise im Wald

Zusammen mit Förster Wolfgang Bartsch (hinten, rechts) ging es für die Dritt- und Viertklässler der Grundschule Niedermurach zu einer Exkursion in den Wald.
von Externer BeitragProfil

Mit dem Wald und seiner Bedeutung als Lebensraum und Nahrungsquelle setzten sich die dritte und vierte Klasse der Grundschule Niedermurach auseinander. Dazu ging es unter der Führung von Förster Wolfgang Bartsch in die Natur hinaus.

Der Experte führte die Kinder Richtung Voggendorf zum nahen Wald beim Steinbruch. In Begleitung von Lehramtsanwärterin Verena Hampel und Josef Salomon, Vorsitzender des Schulfördervereins, erklärte Bartsch schon auf dem Hinweg die ersten Bäume und Sträucher. Er charakterisierte Vogelbeeren, Hagebutten und Schlehen als "ideales Winterfutter" für Vögel.

An einer großen Eiche führte er aus, dass diese Bäume bis zu 800 Jahre alt werden und eine Höhe von 40 Metern erreichen können. Und bei der Zitterpappel sorgten die charakteristischen Bewegungen der Blätter im Wind, dass diese vor schädlicher UV-Strahlung geschützt sind. Auch eine Streuobstwiese rückte in den Fokus, die Lebensraum für gefährdete Insekten und Kleinlebewesen bietet.

Im Wald angekommen, zeigte Wolfgang Bartsch Zweige von Fichte, Tanne und Douglasie. „Die Fichte sticht, die Tanne nicht. Die Douglasie hat einen milden Duft“, erklärte der Förster anschaulich für die Kinder. Und während die Zapfen einer Tanne senkrecht nach oben auf den Ästen stehen, hängen sie an der Fichte nach unten. Außerdem werden Fichtenzapfen als Ganzes abgeworfen, bei der Tanne gelangen die Samen einzeln nach unten.

Laut Norbert Bartsch fließen in einem gesunden Baum Wasser und Nährstoffe hoch zur Krone und den Nadeln. Dort werden die Nährstoffe aufbereitet und dann unter der Rinde zu den Wurzeln geleitet. Mit Hilfe von zwei "Baby-Bäumchen", einer Tanne und einer Fichte, konnten die Schüler sehen, wer „Tiefwurzler“ und wer „Flachwurzler“ ist. Förster Bartsch kam auch noch auf die Auswirkungen des Klimawandels zu sprechen. „Für unseren Wald wird es immer schwieriger zu überleben", so seine Aussage. Abschließend verteilte Lehrerin Verena Hampel vorbereitete Zettel an die Schüler. Es sollten einige Gegenstände, die im Wald zu finden waren, in einer Tüte für den Unterricht mitgenommen werden.

Zurück in der Schule, gab es dann noch Anschauungsmaterial über „Wald und Wild“ und kleine Geschenke für jedes Kind. Diese spendierte die Kreisgruppe Oberviechtach des Bayerischen Jagdverbandes. Förster Wolfgang Bartsch übergab der Schule noch ein Rehbock-Geweih für den Unterricht. Zum Abschluss durften die Buben und Mädchen noch Felle von Fuchs, Marder, Iltis und Waschbär begutachten. Alle Beteiligten bedankten sich bei dem Experten, der für einen kurzweiligen und anschaulich gestalteten Vormittag gesorgt hatte.

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