20.01.2020 - 18:24 Uhr
NiedermurachOberpfalz

Im Pfarrheim schmeckt's nach Indien

In der neuen Küche des Niedermuracher Pfarrheims hängt der Geruch von Curry und Chili in der Luft. Als Chef-Koch steht Kaplan William Akkala am Herd. Einen Vortrag über seine indische Heimat garniert er mit originalen Gerichten.

Unterstützt von einem fleißigen Küchenteam zauberte Kaplan William Akkala indische Gerichte in der neuen Küche des Pfarrheims. Der fremdländische Geschmack der Speisen überraschte und verwöhnte die Gaumen der Gäste.
von Elfriede WeißProfil

Cumin, Tandoori Masala, Kurkuma, Curry Masala und Chilipulver verbreiteten in der neuen Küche des Pfarrheims nicht alltägliche Gerüche und wiesen auf ein besonderes Event hin. Kaplan William Akkala hatte sich angeboten, die indische Küche vorzustellen und verschiedene Gerichte zu kochen.

Mit Hilfe von Alfons Wittmann, Alois Fronhofer, Monika Stepper und Irmgard Glaser entstanden indisches Hähnchencurry mit Kokosraspel, Chili, Curry und Zitronensaft. Auch Zitronenreis mit Tomaten, gebratene Eier mit Zwiebeln und Tomaten sowie Linsenfladen standen auf der Speisekarte, ebenso Linsencurry. Die Basis der Gerichte, die Gewürze in Öl anzubraten, um so mehr Geschmack zu erzeugen, war für die Oberpfälzer Köche ungewohnt. Auch die Verwendung von vielen Gewürzen wie Kreuzkümmel, Ingwer, Knoblauch und schwarzer Senfsaat war ungewöhnlich.

Vom guten Geschmack des indischen Menüs konnten sich die Vorstandsmitglieder der kirchlichen Vereine KLJB, KLB, Marianische Männerkongregation sowie Kirchenverwaltung und Pfarrgemeinderat überzeugen, die zu dem indischen Abend eingeladen waren. Auch Pfarrer Herbert Rösl, Ruhestandsgeistlicher Max Stiegler, Pastoralreferent Andreas Hartung und Bürgermeister Martin Prey ließen sich kulinarisch in das fremde Land entführen.

Alle Gäste bekamen mit den indischen Worten „Namaste“ einen Punkt auf die Stirn. Pfarrgemeinderatssprecherin Irmgard Glaser lud ein, sprichwörtlich „über den eigenen Tellerrand“ hinauszuschauen. Nach dem geschmacksintensiven Essen stellte Kaplan Akkala, der in Regensburg studiert hat und vor gut einem Jahr zum Priester geweiht wurde, Indien und besonders seine Heimat in Wort und Bild vor. Indien liegt etwa 7000 Kilometer von Deutschland entfernt und hat 29 Bundesstaaten. Es ist mit 3,3 Millionen Quadratkilometern das zweitgrößte Land in Asien und hat 1,3 Milliarden Einwohner. Etwa 80 Prozent der Bevölkerung gehören dem Hinduismus an, dem Christentum nur 2,3 Prozent. Heilige Kühe und das Kastenwesen seien immer noch vorherrschend, berichtete Kaplan Akkala.

Das Bistum Nellore, in dem sein Heimatdorf liegt, hat der Regensburger Bischof bereits besucht. Von sechs Millionen Bewohnern sind hier 85 000 Katholiken. Bilder von seiner Heimatprimiz in der überschwänglich mit bunten Luftballons und Tüchern geschmückten Kirche machten deutlich, wie sehr sich indische Kultur und Tradition von hieisigen Gewohnehiten unterscheidet. Viele Fragen zum Kastenwesen, zur Stellung der Frau, zur beruflichen Ausbildung und zur Kennzeichnung von verheirateten Frauen mit dem „Bindi“, dem roten Punkt auf der Stirn, zeigten das große Interesse der Gäste. Abschließend bedankte sich Irmgard Glaser beim „Chefkoch“ und Referenten William Akkala.

Etwa 80 Prozent der indischen Bevölkerung gehören dem Hinduismus an, dem Christentum nur 2,3 Prozent.

Kaplan William Akkala

Kaplan William Akkala

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