16.08.2018 - 16:59 Uhr
NittenauOberpfalz

"Absolut tragisch"

Hans Vornlocher erläutert Vorgaben für Schützen auf der Jagd

von Clemens Hösamer Kontakt Profil

(ch) Die Ermittler warten auf das Gutachten des Schuss-Sachverständigen: Dann dürfte klar sein, aus welcher Jagdwaffe das Projektil stammte, das am Sonntag auf der B 16 bei Goppeltshof (Stadt Nittenau) den Beifahrer eines Autos tötete. Die Polizei hat die Gewehre von Jägern sichergestellt, die am Sonntag an einer Drückjagd nahe der Bundesstraße beteiligt waren. Eine Kugel hatte die Seitenscheibe des Wagens durchschlagen und den 47-Jährigen getötet. Der Kreisvorsitzende des Jagdverbandes, Johann Vornlocher, nennt das Unglück "absolut tragisch". Er erläuterte die Grundsätze, die ein Jäger vor jedem Schuss einzuhalten hat: Das Ziel - das Wildbret - muss eindeutig erkennbar sein. Zweitens sei unbedingt darauf zu achten, dass das Schussfeld frei von Hindernissen ist. "Da darf kein Ast und nix sein," sagte Vornlocher. Dritter Punkt: Der Kugelfang. Das heißt, hinter dem Ziel muss zum Beispiel gewachsener Boden sein, sollte der Schuss das Wild verfehlen oder durchschlagen. Am Boden oder an Hindernissen kann ein Projektil auch abprallen. Die Gefahr dieser Querschläger steigt, je flacher der Winkel ist, in dem das Geschoss auftrifft. Deshalb wird idealerweise von oben (Hochsitz) oder gegen einen Hang geschossen. "Ein Wald reicht nicht als Fang", sagte Vornlocher.

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