07.09.2021 - 16:44 Uhr
NittenauOberpfalz

Die etwas anderen Fragen an ... Manfred Preischl (Linke, Schwandorf)

Der Linke-Direktkandidat aus Nittenau im Kreuzverhör der anderen Art: Manfred Preischl über Styling im Bundestag, Nordic Walking und zu schnelle E-Bike-Fahrer.

Manfred Preischl ist Musiker und kandidiert für die Linke im Wahlkreis Schwandorf.
von Julian Trager Kontakt Profil

Der 60-Jährige ist freiberuflicher Musiklehrer. Der Nittenauer kandidiert für die Linke im Wahlkreis Schwandorf für den Bundestag.

ONETZ: Mal ehrlich: Wie oft haben Sie in der Pandemie gegen die Corona-Regeln verstoßen? Welche war’s oder waren es?

Manfred Preischl: Vorsätzlich habe ich definitiv kein einziges mal gegen die Corona-Regeln verstoßen. Es sollte nicht die Angst vor staatlichen Repressionen, sondern vielmehr die Einsicht sein, die Corona-Regeln einzuhalten. Ein Vergleich aus dem Straßenverkehr: Was ist der Hauptgrund, warum ich mich in Ortschaften an die vorgeschriebenen Geschwindigkeiten halte? Wegen dem Bußgeld? Oder den drohenden Punkten? Der Hauptgrund ist für mich, dass ich an spielende Kinder denke, die ich nicht gefährden möchte. Dass ich den Mindestabstand bei Unterhaltungen im Freien versehentlich unterschritten habe, mag möglich sein, war dann aber definitiv eine Ausnahme.

ONETZ: Würden Sie sich auch in Lederhose in den Bundestag setzen?

Manfred Preischl: Tradition und der Stolz auf Landestrachten sind per se nichts Negatives. Ich persönlich kann mir aber keinen Grund vorstellen, mich derart gekleidet in den ehrwürdigen Plenarsaal zu setzen. Mit so einem „Styling" setzt man ein Zeichen für eine „reaktionäre Haltung“. Politisch Wertekonservativ ist unserer Partei ja eher nicht. Lederhose auf dem Post-Corona-Oktoberfest: okay. Oder: Wie hat es ein berühmter Modeschöpfer, frei interpretiert, formuliert? Wer sich in Dirndl und Lederhose in den Plenarsaal setzt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren.

ONETZ: Über welche peinliche Aktion von Ihnen können Sie heute lachen?

Manfred Preischl: So lange bin ich noch nicht in der Politik.

ONETZ: Beschäftigen Sie zu Hause eine Reinigungskraft oder machen Sie selbst sauber?

Eine Putzfrau kann ich mir erst leisten, wenn mir die Wählerinnen und Wähler das Direktmandat für den Bundestag erteilen.

ONETZ: Was ist das teuerste Kleidungsstück, das Sie besitzen?

Manfred Preischl: Nächste Frage.

ONETZ: E-Bike oder noch normales Fahrrad – wie sind Sie unterwegs?

Manfred Preischl: Weder noch. Wenn ich in der ländlichen Region mal auf das Auto verzichten kann, geh ich lieber zu Fuß. Ein Fahrrad besitze ich nicht. Wenn ich meine Nordic-Walking-Runden um meinen Lieblingssee drehe, werde ich häufig von E-Bikes überholt oder selbige kommen mir vereinzelt entgegen. Ich finde es ein bisschen beunruhigend, wie schnell die manchmal unterwegs sind.

Die Direktkandidaten im Wahlkreis Schwandorf

Schwandorf
Hintergrund:

Die Serie

Reden wir mal über was anderes: Wir haben den Direktkandidaten der größeren Parteien allesamt dieselben Fragen gestellt. Dabei geht es nicht um Politik, sondern um Privates.

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