13.08.2018 - 16:46 Uhr
NittenauOberpfalz

Flugplatzrennen des AC Nittenau: Kadett schlägt Prinz [Video]

28 Hundertstel nach 1800 Metern Ritt durch die Pylonen: Robert Stangl holte sich am Sonntag den Heimsieg beim Flugplatzrennen des AC Nittenau. Als Slalom-König, knapp vor einem Prinzen.

von Clemens Hösamer Kontakt Profil

(ch) Die Startbahn des Flugplatzes Bruck war am Sonntag wieder Rennstrecke für 127 Starter beim 43. Automobilslalom des AC Nittenau. Viele hundert Zuschauer schlenderten durch das Fahrerlager, bewunderten besonders die "Schätzchen" wie Opel Kadett C GT/E, NSU TT oder Ford Escort, die zwar einige Jahre auf den Buckel haben, zwischen den Pylonen aber immer noch flott unterwegs sind. Natürlich nur, wenn Könner am Steuer sitzen. Aber auch viele aktuelle Serienfahrzeuge waren am Start. Schließlich ist das erste Ziel der Slalomserie, die Fahrphysik zu beherrschen.

Das Rennen in Nittenau

Den Gesamtsieg holte sich diesmal der Lokalmatador: Robert Stangl trieb seinen Kadett C Coupe schnell und präzise durch die Tore, ließ an der Wende kaum Zeit liegen. Mit einer Gesamtzeit von 70,61 Sekunden lag der hauchdünn vor Christian Zollner (MSC Hansenried) auf seinem "Prinzen", einem NSU TT (70,89 Sek.). Das Treppchen komplettierte Christian Graßmann jun. (AC Nittenau) auf einem getunten BMW M3 (E 93). Er brauchte 71,08 Sekunden für die beiden Läufe. Die Laufbestzeit am Sonntag ging ebenfalls an einen Kadett: Josef Faber (MSC Indersdorf) brannte im zweiten Lauf eine 35,06 in den Asphalt - hatte allerdings im ersten Durchlauf einen Torfehler und kassierte dafür drei Strafsekunden. Das bedeutete am Ende Platz 22 in der Gesamtwertung. Die vielen Zuschauer bekamen bei sommerlichen Temperaturen sehr spannenden Rennsport geboten. Etwa von Inge Scherzer (MSC Pegnitz, BMW), die die Damenwertung vor Sonja Staudacher (MSC Lam, Skoda Fabia) gewann. Nur Karl-Heinz Thiel (AC), stets einer der Favoriten in Nittenau, bekam am Sonntag seinen bärenstarken "Escort Mk2" nicht richtig in den Griff. Mit zahlreichen Torfehlern landete er am Ende des Feldes. Gerd Weinzierl musste seinen Rallye-BMW mach spektakulärer Fahrt im ersten Durchlauf in die Wiese ausrollen lassen: Beim Zurückschalten an der Wende riss das Schaltgestänge.

AC-Vorsitzender Hans Seebauer und sein etwa 40-köpfiges Team hatten den Flugplatz wieder perfekt vorbereitet und versorgten Teilnehmer und Gäste. Christian Graßmann sen. hatte als Streckensprecher neben Fachwissen auch wieder einige flotte Sprüche auf Lager. Die Sicherheit für Fahrer und Zuschauer steht immer im Vordergrund, dabei unterstützten die Feuerwehren Bergham und Kaspeltshub sowie das BRK Nittenau die Rennsportler. Hans Seebauers besonderer Dank galt Flugplatzbesitzer Helmut Matschi, der seit 2016 die Rennen auf dem Flugfeld ermöglicht. Die Siegerpokale und Geldpreise übergab der Schirmherr, Nittenaus Bürgermeister Karl Bley.

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