Die Arbeiten an der Großen Regenbrücke laufen, mittlerweile konnte mit dem Einbau der Stahlbogen begonnen werden. Nach dem Abbruch der alten Brücke wird seit Beginn diesen Jahres das neue Bauwerk hergestellt. Der komplette Abschluss der Arbeiten ragt bis ins Jahr 2024 hinein. Aber bereits 2023 soll die Brücke befahrbar sein, zunächst aber nur in eine Richtung. Das ist der Plan des Staatlichen Bauamts.
Kürzlich hob ein Autokran die ersten beiden Bogenteile, von denen jedes 25 Tonnen wiegt, in Position. Inzwischen sind weitere Stahlteile angebaut worden, so dass die gesamte Stahlkonstruktion bereits von weitem erkenn bar ist. Ingenieur Markus Lingauer vom Staatlichen Bauamt Amberg-Sulzbach beobachtete den Ablauf der Arbeiten.
Die zwei Stahlbögen markieren den Mittelteil der Brücke, deren Spannweite sich auf rund 60 Meter beläuft. Die hohlen Bogenelemente mit einer zehn Zentimeter dicken Außenwand sind 21 Meter lang. "Bis Mitte Oktober sind die sechs Bogenelemente montiert", zeigte sich Lingauer zuversichtlich. Der Planer verglich die derzeitigen Arbeiten mit dem Rohbau eines Hauses. Hier seien die Fortschritte am deutlichsten zu erkennen. Später bei den weiteren Arbeitsschritten verhält es sich dann anders. Die Anschlüsse von der Brücke zu der Straße müssten entsprechend angepasst werden. Insgesamt wiege die Stahlkonstruktion 400 Tonnen. Der Beton werde mittels Kunstharz versiegelt, damit er beispielsweise vor Tausalz geschützt sei.
Die Breite der Brücke erhöht sich um etwa 1,5 auf sechs Meter. Insgesamt sei die neue Brücke massiver und stabiler als ihre Vorgängerin, die nach rund 70 Jahren abgerissen werden musste. Die Stahlteile haben ihre endgültige, dunkelrote Farbe bereits im tschechischen Slaný erhalten. Dort wurden sie produziert und in die Stadt am Regen gebracht.
Eine gewichtige Rolle bei der Planung spielte bereits im Vorfeld das altbekannte Problem des Hochwassers. Das Wasserwirtschaftsamt Weiden, die Stadt Nittenau und das Staatliche Bauamt Amberg-Sulzbach haben entsprechende Schutzmaßnahmen berücksichtigt. Damit das Wasser ungehindert durchfließen kann, mussten die Stützen für die neue Regenbrücke angepasst werden.
Die Behelfsbrücke hält derzeit den Verkehr aufrecht. Sie werde im November für ein bis zwei Wochen gesperrt werden. Dann stehen Schweißarbeiten an.














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