Nach 20 Jahren Vorlauf und fünf Jahren Bauzeit ist die Brücke über den Regen in Nittenau fertiggestellt worden. Seit Montag läuft der Verkehr vorerst einspurig Richtung Stadtmitte. Bei der Anfahrt musste der bayerische Finanzminister Albert Füracker noch die Behelfstrasse nehmen, denn auf der neuen Brücke feierte die Bevölkerung ein Fest mit Musik und Freibier.
„Das Bauwerk ist offensichtlich stabil geworden“, scherzte der Minister, als er sich zu Fuß näherte und feststellte: „Der 15. Juli geht in die Geschichte der Stadt Nittenau ein“. 18 Millionen Euro ließ sich der Freistaat das 60 Meter lange Bauwerk aus Stahl und Beton kosten. Bis Ende des Jahres wird die Brücke nur einspurig stadteinwärts zu befahren sein. Solange dauert der Rückbau der Behelfsbrücke.
Für den Leiter des Staatlichen Bauamtes Amberg-Sulzbach, Tobias Bäumler, hat das Bauwerk mit den markanten Stahlträgern das Zeug, zum neuen Wahrzeichen der Stadt zu werden. „Hier wurde modernste Brückenbaukunst umgesetzt“, versicherte der Behördenleiter. Nittenaus Bürgermeister Benjamin Boml erinnerte an die lange Brückenbau-Tradition der Stadt, die an der Handelsstraße von Regensburg nach Prag lag.
Deutsche Soldaten sprengten 1945 die Brücke, um die nachfolgenden amerikanischen Truppen an der Regen-Überquerung zu hindern. Fünf Jahre habe es nach dem Krieg gedauert, bis Nittenau wieder eine Brücke hatte, so der Bürgermeister. Und jetzt habe die Stadt ihr „Déjàvu“ erlebt. Der Rathauschef musste sich sogar Vergleiche mit dem Berliner Flughafen anhören. Doch der Bürgermeister schloss das neue Brückenkapitel mit den Worten ab: „Was lange währt, wird endlich gut“.













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