Nach ihm hat Heinrich Mayer sein Buch benannt, das er am 9. Oktober der Öffentlichkeit vorstellen wird. Mayer, der in Schönsee aufgewachsen ist, erzählt "Kindheits- und Jugenderinnerungen aus den 1960er Jahren", vom "Showdown" mit den "Youngers" oder spannenden Rennen mit dem Leiterwagen, der zum "Ferzari" wurde.
"Fantasie war gefragt", sagt Mayer. Kein PC oder Smartphone, selbst Fernseher waren Mangelware. Wozu auch? Die Gang aus der Kleinstadt bastelte sich ihre Welten selber. Ob als Napoleons Armee, als wilde Piraten unter Francis Drake, oder als Winnetou mit seinen Freunden. Karl May unter der Bettdecke, das gehörte einfach dazu, und wer sonst wollte man sein mit elf, zwölf Jahren als ein Indianer oder Revolverheld aus diesen Welten?
Vor gut 25 Jahren hat Heinrich Mayer begonnen, die Geschichten aufzuschreiben. Als Ausgleich zur Arbeit als Redakteur und stellvertretender Ressortleiter bei "Der neue Tag". Nach 37 Jahren als Zeitungsmann ist Mayer seit 2015 im Ruhestand. Da reifte daheim in Bergham die Idee, an den Abenteuergeschichten zu feilen, und sie schließlich zu veröffentlichen.
"Der Ameisenbaum" ist Mayers zweites Buch. 1984 hatte er mit "Schwandorf - Im Fadenkreuz" die Geschehnisse rund um die WAA bis zu diesem Zeitpunkt zusammengefasst. Politische Schlachten werden im "Ameisenbaum" nicht geschlagen, dafür Seegefechte im Freibad. Der Spielplatz der Gang, das war die Straße, der Hohlweg hinterm Haus, die gefährliche Sandgrube. Bis die Sonne unterging, denn spätestens dann hieß es auch für die härtesten Cowboys, zu Hause zu sein. Sonst gab's Ärger. "Die Geschichten könnten überall spielen in dieser Zeit", betont der 66-Jährige, deshalb sind Namen handelnder Personen geändert. Und der Ameisenbaum? "Das war etwas ganz gefährliches", grinst Mayer, verraten wird natürlich nichts. Der geheimnisvolle Stamm ziert auch das Cover des Buchs, gezeichnet von NT-Redaktionskollegin Monika Bugl. Sie lässt die Baum-Bewohner durchs ganze Buch krabbeln, ihre Bilder illustrieren augenzwinkernd die zehn Abenteuer, die Heinrich Mayer gekonnt erzählt.
Heinrich Mayer: "Der Ameisenbaum", Illustrationen von Monika Bugl. Books on Demand. Im lokalen Buch- und im Versandhandel. ISBN 978-3-7494-8595-6
Lesung im "Haus des Gastes"
Heinrich Mayer stellt "Der Ameisenbaum" am Mittwoch, 9. Oktober, der Öffentlichkeit vor. Im "Haus des Gastes" in Nittenau (Am Burghof 4) wird er ab 19 Uhr in lockerem Rahmen Auszüge aus einigen Geschichten lesen. Auch für musikalische Begleitung ist gesorgt. Der Eintritt ist frei.













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