04.12.2018 - 14:35 Uhr
NittendorfOberpfalz

Drei tote Biber: Polizei sucht Zeugen

In Nittendorf (Kreis Regensburg) wurden drei tote Biber in der Schwarzen Laber gefunden. Die Polizei kann nicht ausschließen, dass unbekannte Täter die Tiere getötet haben. Sie erhofft sich Hinweise aus der Bevölkerung.

Drei tote Biber wurden bei Nittendorf in der Schwarzen Laber entdeckt.
von Elisabeth Saller Kontakt Profil

Zwischen Sonntag, 4. November, und Montag, 26. November, schwemmte die Schwarze Laber zwischen Eichhofen und Schönhofen an verschiedenen Tagen drei leblose Biber an, die sich an einer Staustelle verfingen. Als ein Anwohner am 26. November eines der Tiere fand, alarmierte er die Polizei. Die Beamten der Polizeiinspektion Nittendorf entdeckten an den Tieren äußerliche Verletzungen, die auf einen möglichen Beschuss hindeuteten. Zwei der toten Tiere wurden sichergestellt. Ein Experte der Veterinär-Pathologie in Erlangen untersuchte sie. Er schließt in einer ersten Stellungnahme aus, dass die Biber erschossen wurden. Weitere Untersuchungen sollen nun Todesursache und -zeitpunkt klären.

Da in der Schwarzen Laaber vor Wochen bereits zwei tote Biber entdeckt wurde, leitete die Nittendorfer Polizei mit der Staatsanwaltschaft Regensburg und dem Landratsamt Regensburg umfangreiche Ermittlungen ein. "Die Polizei ermittelt in alle Richtungen. Insbesondere wird auch geprüft, ob Straftaten oder Ordnungswidrigkeiten vorliegen", teilt das Polizeipräsidium mit. Die Polizei bittet Zeugen, die zur illegalen Tötung der Biber Hinweise geben können, sich unter Telefon 09404/9514-0 bei der Polizeiinspektion Nittendorf oder bei jeder anderen Polizeidienststelle zu melden.

Wie weit die Biber leblos in der Schwarzen Laber getrieben sind, ist nach Angaben der Polizei bislang unbekannt. Aufgrund der typischen Lebensweise des Bibers könne man davon ausgehen, dass am ursprünglichen Lebensraum der verendeten Tiere seither keine Aktivitäten, wie etwa das Anstauen von Wasser oder das Bauen von Dämmen, zu beobachten waren. Um eingrenzen zu können, wo die Tiere möglicherweise lebten, bittet die Polizeiinspektion Nittendorf auch dazu um sachdienliche Hinweise.

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