28.07.2020 - 12:24 Uhr
Nitzlbuch bei AuerbachOberpfalz

Schützenheim bleibt Sorgenkind von Unter Uns Nitzlbuch

Der Verein geht die anstehenden Aufgaben mit einer weitgehend unveränderten Führungsspitze an.

Ehrengäste, einige wiedergewählte Vorstandsmitglieder und die Sieger des Jahrespokalschießens bei Unter Uns (von links): Zweiter Bürgermeister Norbert Gradl, Josef Schindler, Anton Kugler, Joachim Kugler, Karoline Lutz, Dritter Bürgermeister Michael Streit, Zweiter Schützenmeister Thomas Heberl und Schützenmeister Josef Geyer.
von Autor SCKProfil

Die staatliche Coronahilfe hat den Schützenverein Unter Uns Nitzlbuch über die vergangenen vier Monate gerettet, sagte Schützenmeister Josef Geyer in der Jahresversammlung am Sonntag.

Sorgen bereiteten ihm die Kosten für das Schützenheim und die Frage, wie die Verbindlichkeiten bewältigt werden können. Auf Inserate meldeten sich zwar Interessenten für einen Gastronomiebetrieb, weil ihnen die günstige Lage gefiel. Aber es wären Investitionen erforderlich gewesen, und ein Engagement scheiterte an der geforderten Grunddienstbarkeit für den Verein. Ein Verkauf hätte nicht genug Geld eingebracht, um ein kleineres Schützenheim zu finanzieren. Ohne die Erlöse aus privaten Feiern, die Geyer betreut, wäre der Verein nicht mehr in der Lage, die Verbindlichkeiten zu bedienen.

Die ursprüngliche Idee eines Vereinsheims als Schießsportanlage müsste mit zusätzlichen Angeboten wie etwa Tischtennis erweitert werden. Fördermöglichkeiten über die Frankenpfalz und das Amt für ländliche Entwicklung versetzten Unter Uns in die Lage, auf elektronische Schießstände umzurüsten. Sie machten den Verein attraktiver und ließen sich schnell auf- und abbauen. Dann könnten 130 Quadratmeter mit drei oder vier Tischtennisplatten belegt werden. Auch Gymnastik wäre eine Alternative.

Den Mitgliederstand bezifferte Geyer nach sieben Todesfällen und sieben Austritten auf 99. Er selbst habe den Kellerabgang verputzt, den Sockel rund ums Haus herum ausgebessert und strich auch die Fensterlaibungen neu gestrichen. Mit vier Helfern säuberte er den Kleinkaliber-Stand von Bewuchs.

Die schwierige Situation des Vereins bestätigten der Kassen- und der Revisionsbericht. In den anschließenden Neuwahlen erhielten Josef Geyer als Schützenmeister und Thomas Heberl als sein Vertreter erneut das Vertrauen. Weitermachen werden auch Schießleiter Thomas Heberl, Jugendleiter Joachim Kugler, Kassiererin Karoline Lutz, Revisor Anton Kopp und Beisitzer Anton Kugler. Neu im Amt sind Schriftführer Sven Zeilmann, Zweite Schießleiterin Anna-Lena Schertl, die Beisitzer Hildegard Geyer, Manfred Guttenberger, Michael Eisend und Michael Syttny sowie als Revisorin Monika Eisend-Speckner. Der nicht anwesende Michael Syttny wurde vorbehaltlich der Annahme des Amts gewählt.

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