Nürnberg
29.10.2018 - 09:28 Uhr

ICE-Strecke bei Nürnberg manipuliert: Drohschreiben gefunden

Auf der ICE-Strecke Nürnberg‒München ist es dem bayerischen Landeskriminalamt zufolge vor drei Wochen zu einem Zwischenfall gekommen. Nun ermittelt die Bayerische Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus.

Blaulicht auf einem Fahrzeug der Polizei. Foto: Jens Wolf/Archiv Bild: Jens Wolf
Blaulicht auf einem Fahrzeug der Polizei. Foto: Jens Wolf/Archiv

Auf Höhe des mittelfränkischen Allersberg habe der Zugführer während der Fahrt ein verdächtiges Geräusch bemerkt und am Endbahnhof in München Schäden am ICE festgestellt, erklärte ein LKA-Sprecher am Montag. Ermittler fanden später an der Strecke ein Drohschreiben in arabischer Sprache. Es sei allgemein gehalten, ohne auf ein konkretes Ereignis hinzuweisen. „Wir nehmen es trotzdem sehr ernst“, sagte der Sprecher.

Laut „Bild“-Zeitung (Montag) hatten Unbekannte auf der Strecke ein Stahlseil über die Gleise gespannt und Holzkeile auf die Schienen montiert. Das LKA wollte zunächst nicht von einem Anschlag sprechen, die Rede war von einem gefährlichen Eingriff in den Zugverkehr.

 
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