Oberaschau bei Neunburg vorm Wald
29.05.2022 - 13:02 Uhr

Marianne Schieder hört sich Sorgen der Kraftwerksbesitzer an

Die Betreiber der Wasserkraftwerke bei Oberaschau wehren sich gegen die Einschnitte beim EEG und erwarten Hilfe von den politischen Mandatsträgern. Auf dem Gelände der Ecklmühle trafen sie sich mit MdB Marianne Schieder. Bild: Hirsch
Die Betreiber der Wasserkraftwerke bei Oberaschau wehren sich gegen die Einschnitte beim EEG und erwarten Hilfe von den politischen Mandatsträgern. Auf dem Gelände der Ecklmühle trafen sie sich mit MdB Marianne Schieder.

Bei Oberaschau nutzen gleich fünf Kraftwerksbetreiber die Wasserkraft der Ascha zur Stromerzeugung. Ihnen droht jetzt der Verlust der Einspeisevergütung. Deshalb bitten sie die politischen Mandatsträger um Hilfe.

Der Gesetzentwurf der Bundesregierung sieht vor, den Wasserkraftanlagen bis 500 Kilowatt Leistung die Energieeinspeisevergütung zu streichen. Das betrifft rund 4000 Anlagen in Bayern. Darunter auch die Kleinkraftwerke an der Ascha. Die Betreiber trafen sich am Mittwoch auf dem Gelände der Ecklmühle in Oberaschau (Stadt Neunburg v.W.) mit Vertretern des bayerischen Müllerbundes und der Vereinigung der bayerischen Wasserkraftwerke, um der Bundestagsabgeordneten Marianne Schieder (SPD) Argumente für den Erhalt der kleinen Wasserkraftwerke an die Hand zu geben.

Das Argument der Wasserwirtschaft und der Naturschützer, die Anlagen würden die Durchlässigkeit der Gewässer beeinträchtigen und den Fischbestand gefährden, lassen die Betreiber nicht gelten. „Wir haben längst Maßnahmen zur Umweltverträglichkeit getroffen und Fischtreppen eingebaut“, betonen Johann Eckl und sein Sohn Hans-Peter. Die gefräßigen Fischräuber würden weitaus mehr Schaden anrichten als die Kraftwerksbetreiber.

MdB Marianne Schieder tut sich in Berlin mit ihrer Überzeugungsarbeit schwer, denn bundesweit sei das Ganze kein Problem. „Die meisten kleinen Anlagen befinden sich in Bayern“, so die parlamentarische Geschäftsführerin der SPD-Bundestagsfraktion. Fritz Schweiger, Geschäftsführer der Vereinigung der Wasserkraftwerke in Bayern, sieht das auch so und kritisiert, „dass in Berlin über das Schicksal der Wasserkraft in Bayern entschieden wird“.

Für den SPD-Kreisvorsitzenden Peter Wein steckt eine „grüne Ideologie“ dahinter. Er spricht sich für eine pragmatische Lösung aus. Genauso wie Marianne Schieder, die meint: „Jeder Fall muss einzeln betrachtet und entschieden werden“. Mit diesem Kompromissvorschlag hat sie die Kraftwerksbetreiber von Oberaschau auf ihrer Seite. Die Abgeordnete ist überzeugt: „Wir brauchen den Strom aus Wasserkraft zur Deckung der Grundlast“. Dr. Josef Rappl vom bayerischen Müllerbund nennt weitere Argumente, die für die Wasserkraft sprechen: „Sie garantiert eine stabile Stromversorgung und hat den geringsten Flächenverbrauch aller erneuerbaren Energien“.

 
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