Eines seiner schönsten Geschenke war es, dass sein „einziger Freund“, wie er ihn scherzhaft nennt, der 34 PS Hanomag, Baujahr, 1958 wieder funktioniert. Trotz seines hohen Alters hat sich der Jubilar noch lange nicht aufs Altenteil zurückgezogen, sondern ist aktiv wie eh und je. Zur Geburtstagsfeier beim Gipfelwirt auf dem Fahrenberg ließ die Feuerwehr Bernrieth die Blaskapelle Waldkirch dem ältesten Mitglied ein Ständchen spielen. „Das ist für mich eine richtige Ehre, ich fühl mich wie früher König Ludwig“, meinte Wüst sichtlich beeindruckt. Nach dem Dankgottesdienst der Bernriether Wehr am Fahrenberg gratulierten alle Feuerwehrleute zum runden Geburtstag. Die Wehr war mit großer Führungsmannschaft mit Vorsitzenden Norbert Feneis (Unterfahrenberg), Sina Bayer (Oberbernrieth), Albert Gollwitzer (Bibershof) und Bernhard Müller (Waldthurn) angetreten.
Wüst blickt auch heute noch gerne mehr als 50 Jahre zurück. Als er als zweiter Kommandant und Löschmeister mit seiner Feuerwehrgruppe den „Goldenen Helm“, den der damalige Regierungspräsident Dr. Ernst Emmerich überreichte, von Eslarn an den Fahrenberg holte. Seit 25 Jahren ist der sympathische Jubilar eigentlich im Ruhestand, was aber nicht heißt, dass er tagtäglich nicht seiner Arbeit am Hof nachgeht. Er ist von früh bis spät beschäftigt, kümmert sich um seine Schweine, Kühe und Hennen und betreibt seine geliebte Landwirtschaft. Mit Latzhose und Mistgabel ist der Dorfälteste auch auf dem Misthaufen anzutreffen.
Geboren wurde er in Oberbernrieth, wo er auch zur Schule ging. 1956 hat er auf dem Fahrenberg seine Ehefrau Margaretha geheiratet, die vor 15 Jahren gestorben ist. Mit ihr betrieb er seine Landwirtschaft und produzierte bei der Firma Holzbau Riedl beim damaligen Messner Sepp Treppen.
Nicht nur dass er sich täglich darum kümmert, dass die Tageszeitung rechtzeitig ins Haus kommt. Der geschickte Handwerker stellt auch seine berühmten Rechen und Besen der Marke Eigenbau her. „Alles Gute und bleib wie du bist“, meinte Nachbar Hubert Kleber sehr treffend und wünschte für den Pfarrgemeinderat Gottes Segen.
Zum Geburtstag gratulierten natürlich auch die Kinder Albert, Klara und Rita, die Enkel Vroni, Martin, Florian und Wolfgang sowie die drei Urenkel Franziska, Anna-Lena und Johanna. Bürgermeister Josef Beimler und Pfarrer Norbert Götz waren ebenfalls gekommen.













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