Würdevoll umrahmte der Kirchenchor unter der Leitung von Manuela Grünauer sowie von Organist Georg Schmidbauer musikalisch das Requiem für die verstorbene Waltraud Feiler (89). Die Lesung übernahm die Mesnerin aus Lennesrieth, Sieglinde Ertl. Pfarrer Norbert Götz würdigte das Leben der Verstorbenen und erinnerte an ihre tiefe Verwurzelung im Glauben.
Waltraud Feiler wurde am 9. April 1937 als Waltraud Trost geboren und verbrachte ihre Kindheit in Mecklenburg-Vorpommern, geprägt von harter Arbeit in der Landwirtschaft und den schwierigen Kriegsjahren. Als ältestes von fünf Geschwistern wuchs sie bei ihrer Großmutter auf. Mit 18 Jahren zog sie nach Stuttgart, wo sie zunächst in einer Brauerei und später in einer Gärtnerei arbeitete. Dort lernte sie ihren späteren Ehemann Josef kennen, der dort auf Montage war. Am 30. April 1960 heirateten sie und bauten sich gemeinsam eine Zukunft in Oberbernrieth auf.
Zwei Kinder – Gabriele und Manfred - wurden ihnen geschenkt. Mit großem Fleiß bewirtschafteten sie den Turberhof, den sie gemeinsam neu aufbauten. Ihr Mann arbeitete auch als Zimmerer und zusammen meisterten sie die Herausforderungen des Lebens. Waltraud Feiler war ein Mensch der Gemeinschaft. Die Oberbernriether Dorfgemeinschaft lag ihr besonders am Herzen und viele erinnern sich an die gegenseitige Unterstützung in früheren Zeiten. Sie pflegte ein gutes Miteinander mit Nachbarn und Freunden und engagierte sich im katholischen Frauenbund (KDFB). Bei der Trauermesse stand eine brennende KDFB-Kerze am Altar, Angela Wittmann trug das KDFB-Banner zum Altar.
Schwere Schicksalsschläge blieben ihr nicht erspart. Im Jahr 2002 verstarb ihr Sohn Manfred im Alter von nur 38 Jahren durch einen Unfall. Ein Jahr später musste sie auch ihren Ehemann im Alter von 65 Jahren zu Grabe tragen. In diesen schweren Zeiten war es ihr tiefer Glaube, der ihr Halt und Kraft gab. Ihre Tochter Gabriele kehrte später mit ihrer Familie nach Oberbernrieth zurück. Besonders große Freude bereiteten Waltraud Feiler ihre fünf Enkelkinder und drei Urenkel, die ihr Leben bis zuletzt bereicherten.
Bis ins hohe Alter blieb sie laut Pfarrer Norbert Götz ihrem Glauben eng verbunden. Solange es ihre Kräfte erlaubten, besuchte sie regelmäßig die Gottesdienste. Später hörte sie die Gottesdienste in der Pfarrkirche auf CD. Am Tag vor dem Fronleichnamstag ist Waltraud Feiler friedlich eingeschlafen. Die Beerdigung der Verstorbenen fand im engsten Familienkreis am Waldthurner Friedhof statt.













Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.