05.03.2019 - 11:44 Uhr
Oberbibrach bei VorbachOberpfalz

"Warum sind Sie Bürgermeister?"

Auf „Wanderschaft“ gehen die Schüler der dritten und vierten Jahrgangsstufe der Grundschule Oberbibrach. Mit ihrer Klassenleiterin Kathleen Walberer wechseln sie in den Sitzungssaal des Rathauses Vorbach zu „Lehrkraft“ Werner Roder.

Die Dritt- und Viertklässler zu Besuch bei Bürgermeister Werner Roder (hinten, Mitte) im Rathaus.
von Walther HermannProfil

Das Fach „Heimat- und Sachkunde“ in neuer und bisher unbekannter Umgebung entbehrte nicht einer gewissen Spannung. Grundlagen des Unterrichts waren die Aufgaben einer Gemeinde, die der Bürgermeister den jungen Einwohnern in all ihrer Vielfalt darlegte.

Die Informationen kommunalpolitischen und lokalgeschichtlichen Inhalts regten die Schüler zu Fragen an wie: „Was war die größte Investition, die die Gemeinde in den vergangenen Jahren tätigte?“ Da konnte die spontane Antwort Roders nur lauten: „Die Sanierung eurer Grundschule hat etwa 1,25 Millionen Euro gekostet.“

Und auf die recht persönliche Frage „Warum sind Sie Bürgermeister?“ erwiderte er lächelnd, dass er für diese Aufgabe im Jahr 1996 gewählt wurde und für die Gemeinde und für die Menschen, die hier leben, gerne etwas bewegen wolle. Überrascht zeigten sich die Kinder angesichts seiner Aussage: „Im Alter von 32 Jahren war ich damals einer der jüngsten Bürgermeisters Bayerns.“

Ergänzend zu seinen einführenden Informationen erläuterte Werner Roder den Mädchen und Buben, warum sich die Gemeinde Vorbach als „Körperschaft des öffentlichen Rechts“ aus mehreren Ortschaften zusammensetzt. Zu ihren kommunalen Aufgaben zählte er vor allem Wasserversorgung, Abwasserbeseitigung, Instandhalten von kommunalen Gebäuden, Straßen, Wegen, Kinderspielplätzen und Straßenbeleuchtung sowie den Winterdienst.

Interessant war es für die Kinder zu erfahren, dass Bürgermeister und Gemeinderat, der in seinen Sitzungen notwendige Entscheidungen trifft, sich nicht um alles zu kümmern brauchen, was in der Gemeinde geschieht. „Es gibt eine klare Abgrenzung der Zuständigkeiten“, erklärte Roder.

Eine besondere Frage bewegte die jungen Besucher: „Wie sieht die goldene Bürgermeisterkette aus?“ Gerne zeigte Roder dieses wertvolle Stück, das in Vorbach allerdings eine silberne Kette ist, und versicherte, sie bisher nur zweimal getragen zu haben: beim Besuch des Bischofs und bei einem feierlichen Gelöbnis von Soldaten der Bundeswehr.

Auch der Bürgermeister hatte Fragen. So wollte er von den Kindern wissen, was ihnen in der Gemeinde gefällt und was sie gerne noch hätten. Die Wunschliste der Schüler war lang, und Roder notierte unter anderem: Soccer-Arena vor der Schule, Indoor-Spielplatz, Trampolin-Halle und Verbesserung der technischen Ausstattung der Schule, zum Beispiel mit Tabletts.

Kathleen Walberer bedankte sich abschließend im Namen der Dritt- und Viertklässler beim Bürgermeister für seine Bereitschaft, sich den Fragen zu stellen. Sie wertete es als interessant und anschaulich, wie Roder den Schülern Kommunalpolitik aus erster Hand als Lernstoff vermittelt hatte.

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