12.04.2019 - 16:56 Uhr
Oberbibrach bei VorbachOberpfalz

Heimat Oberbibrach nicht vergessen

Für einen Tag war für die Geburtsjahrgänge 1940 bis 1945 ihre Heimat Oberbibrach der Mittelpunkt der Welt

Herzlich und informativ zugleich war die Wiedersehensfeier der Oberbibracher Geburtsjahrgänge 1940 bis 1945. Zu einem Gruppenfoto traf man sich vor dem Alten Schulhaus.
von Robert DotzauerProfil

Für die Geburtsjahrgänge 1940 bis 1945 war es ein Tag der Freude. Nach Jahrgangstreffen in den Jahren 1991, 2001 und 2012 trafen sich 33 „Ehemalige“ am Ort ihrer Geburt oder ihrer Einschulung, um sich viele Stunden über Erlebnisse aus Kinder und Jugendtagen zu unterhalten.

Organisiert von Georg Biersack, Anni König und Anni Ritter hieß es schon bei der Begrüßung im Schützenhaus Sankt Sebastian: „Ihr sollt spüren, dass Euer Oberbibrach trotz vieler Veränderungen immer noch Eure Heimat ist“. Diese Feststellung galt vor allem den Schulkameradinnen- und Kameraden mit der weitesten Anreise, zum Beispiel aus München, Stuttgart und Schweinfurt. Schon beim Kaffeeplausch war die Wiedersehensfreude groß und als Biersack humorvoll feststellte: „Wir lassen uns das Alter einfach nicht anmerken“, erntete der Oberbibracher stürmischen Beifall.

Doch auch Nachdenkliches gab es zu vermelden. Goldene Zeiten waren es nicht immer, so war aus den Schilderungen der Lebenswege ehemaligen Schülerinnen und Schüler der Volksschule Oberbibrach zu vernehmen. Auch an 15 verstorbene Mitschüler und fünf Lehrer galt es im Rahmen des Gottesdienstes zu erinnern, den Prior Pater Adrian Kugler in der Expositurkirche zelebrierte.

Bestens gelang es dem Organisationsteam, mit warmherzigen Worten Heimatgefühl zu vermitteln. Dazu gehörte auch der Besuch des Heimatmuseums in der Alten Schule. Die allermeisten Schüler hatten die Einrichtung noch nicht gesehen. Fachkundig führte Heimatpfleger Sigurd Burucker durch das Museum mit Ausstellungsgegenständen, die auch an die Nachkriegszeit erinnerten und Kindheitserlebnisse wiederaufleben ließen.

Selbstverständlich war auch ein Probesitzen auf alten Schulbänken und das Stöbern in Schulbüchern. Mit der Aufforderung „nutzen wir diese Stunden“ und „so jung kumma nimma zam“ genossen die Teilnehmer im Schützenheim ein herzhaftes Buffet. Eine lange „Biwricher“ Nacht schloss sich an. Dank sagte Georg Biersack für die Torten- und Kuchenspenden aus den Reihen des Jahrgangs und an das Bewirtungs- und Küchenteam des Schützenhauses.

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