21.03.2019 - 14:27 Uhr
Oberbibrach bei VorbachOberpfalz

Landrat wirbt für starkes Europa

„Wir werden uns 2020 an dem messen lassen, was wir umgesetzt und erreicht haben.“ In seinem „etwas längeren Grußwort“ bei der CSU-Ortsverband spricht Landrat Andreas Meier von "fünf sehr guten Jahren" für den Landkreis.

Die CSUler betrachten es als Ehre, dass Andreas Meier (von rechts), stellvertretender Bezirksvorsitzender der CSU und Landrat, sowie ihr Bürgermeisterkandidat Alexander Goller die Neuwahlen leiten.
von Walther HermannProfil

Dieser sei unter Anrechnung der Rücklagen schuldenfrei, merkte Meier an. Für 2019 kündigte er eine weitere Absenkung der Kreisumlage auf 40 Punkte an, den oberpfalzweit niedrigsten Wert. Trotzdem seien große Projekte möglich. Dazu zählte der Landrat das Gymnasium Neustadt/WN (18 Millionen Euro), den Anbau an das Landratsamt Neustadt/WN (7,6 Millionen Euro), die Generalsanierung des Landratsamts Eschenbach und eine Maßnahme an der Friedrichburg in Vohenstrauß.

Unter Berücksichtigung von Zuschüssen zeigte er sich stolz auf Investitionen von mehr als 30 Millionen Euro, die als „kleines Konjunkturprogramm“ überwiegend Handwerkern der Region zugute kommen. Die regionale Arbeitslosenquote von drei Prozent wertete er als Vollbeschäftigung und zugleich als Indikator für eine Wirtschaft, die „boomt und brummt“.

Unter Hinweis auf den "Markenbildungsprozess NEW" rief Meier zu steten Anstrengungen und Initiativen dazu auf, dass junge Menschen „hier sesshaft werden und bleiben“. Der Kampf um gute Köpfe habe längst begonnen, und die nördliche Oberpfalz sei nicht mehr das Armenhaus des Freistaates. In der Verlagerung von Ämtern und Dienststellen in die Region sah der Landrat keine Versetzung von Mitarbeitern aus Ballungsgebieten, sondern die Schaffung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen für die eigenen Bewohner.

Da Europa mehr sei als mitunter dargestellt, maß er der Europawahl große Bedeutung bei. Er nannte sie eine entscheidende Wahl, bei der es gelte, Populisten zu verhindern. Für die nächsten Kommunalwahlen rief er zu einem konsequenten, ehrlichen und seriösen Wahlkampf auf Orts- und Kreisebene auf, gemeinsam mit den Freien Wählern.

Meier räumte ein, dass sich der Wahlkampf ganz erheblich in den sozialen Medien bewegen werde: Die Zeit der Plakate und Flyer sei vorbei, daher sei der Wahlkampf daher anders zu führen. Raum greifen werde leider der Populismus. Darunter verstand er oft nur plakative Sätze, hinter die manchmal die Wenigsten blickten, ohne erkennbare Inhalte.

Den absehbaren Einzug der AfD in den Kreistag wertete der Landrat als bedauerlich. Ein Sechs-Prozent-Ergebnis der SPD hielt er zugleich für gefährlich, weil „in die entstehende Lücke andere nachstoßen“. Seinen Parteifreunden berichtete er von einer „sehr guten Zusammenarbeit“ mit der SPD und wünschte sich ein „Weiter so" - "weil es alleine nicht reicht“. Meier rief dazu auf, auf Ortsebene konsequent weiterzuarbeiten. „Dies wird auch honoriert“, zeigte er sich überzeugt.

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