23.06.2020 - 10:31 Uhr
Oberbibrach bei VorbachOberpfalz

Landtagsabgeordneter nach Hochwasser zu Gast in Oberbibrach

Drei Tage nach dem Hochwasser, welches das ganze Dorfzentrum unter Wasser setzte, machte sich Landtagsabgeordneter Tobias Gotthardt (FW) ein Bild von der Lage.

Landtagsabgeordneter Tobias Gotthardt (links) und Vertreter der FW- Kreistagsfraktion begutachten die Auswirkungen des Hochwassers in Oberbibrach. Schützenvorsitzender Martin Schmid zeigt den Besuchern den Wasserstand, der bis knapp unters Fenster der Schützenhaus- Garage reichte.
von Externer BeitragProfil

Zusammen mit Vertretern der FW-Kreistagsfraktion und den Repräsentanten der betroffenen Vereine besichtigte Gotthard das Schützenhaus, Feuerwehrhaus und MCO-Heim. Auch den betroffenen Landwirt Hermann Nickl von der Rosamühle stattete er einen Besuch ab. Einen Säckel voller Geld hatte der aus Regensburg stammende Politiker zwar nicht dabei, aber ein offenes Ohr für die Belange der Betroffenen, die er in den zuständigen Ministerien ansprechen wolle.

„Wir sind bayernweit einer von wenigen verblieben Dörfern in dieser Größenordnung, die es noch schaffen, ein eigenes Dorfwirtshaus durch einen Verein zu betreiben“, sagte Schützenvorstand Martin Schmid und verwies damit auf die Bedeutung des Schützenhauses als sozialen und kulturellen Treffpunkts. Gleiches gelte für die Feuerwehr und MCO, die auch einen großen Beitrag in der Jugendarbeit leisteten. Gotthardt zeigte sich beeindruckt von dem regen Vereinsleben und dem Schaffen der vielen Ehrenamtlichen in etwa einem Dutzend Vereinen, was nicht selbstverständlich für einen 500-Einwohner-Ort sei.

Nach einem Fonds für Hochwasserschäden erkundigte sich der langjährige Schützenvorsitzende Gerhard Thurn. Gotthardt verwies hierbei auf den Dienstweg, wonach zunächst die Gemeinde und der Landkreis einbezogen werden sollten. Jedoch werde er seine in Oberbibrach gewonnenen Eindrücke in München weitergeben. Er wolle nichts versprechen und auch keine falschen Hoffnungen machen: „Aber ich werde den Vorfall sowohl im Wirtschafts- als auch im Innenministerium zur Sprache bringen.“ Letzteres sei für die Belange des Ehrenamts, also auch für die Vereine, zuständig. Dann könne geprüft werden, ob Hilfsmittel infrage kommen.

Nach Besichtigung der Schäden im Dorf besuchten Gotthardt und FW-Ortsvorsitzender Manfred Plößner auch Herrmann Nickl, mit dem sie sich anschließend den gebrochenen Damm am Schneidweiher ansahen.

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