07.08.2020 - 12:27 Uhr
Oberbibrach bei VorbachOberpfalz

Markus Engelstädter: "The Show Must Go On"

Am 13. August gastiert Ausnahmesänger Markus Engelstädter in Oberbibrach beim "Dahamsam". Der Profi-Musiker berichtet Oberpfalz-Medien, worauf sich die Besucher freuen können und spricht über die schwierigen vergangenen Monate.

Markus Engelstädter kommt mit seinen Shows an. Unser Archivbild zeigt "Markus Engelstädter and Friends" bei einem vielumjubelten Auftritt in Amberg.
von EDOProfil
Ausnahmesänger Markus Engelstädter ist am Donnerstag zusammen mir Profi-Pianist Bernd Meyer in Oberbibrach zu Gast.

Der aus Pressath stammende Markus Engelstädter zählt zu den gefragtesten Sängern Deutschlands. Am kommenden Donnerstag, 13. August, ist er auch mal wieder in seiner Heimat zu hören. Er hat bereits unter anderem mit Manfred Mann´s Earth Band, Slade, The Sweet oder Smokey zusammengearbeitet. Große Bekanntheit erlangte er auch als Frontmann von „The Magic of Queen“, die als eine der besten Queen-Interpreten Europas gelten.

Zusammen mit Pianist Bernd Meyer aus Regensburg, mit dem Engelstädter seit 18 Jahren zusammenarbeitet, verspricht er den Gästen beim "Dahamsam" ein nachhaltiges Hörvergnügen. "One night to remember" lautet der Titel der Show. Sie beinhaltet gut zwei Stunden Live- Musik, in denen man sich einfach mal wieder „zurücklehnen und entspannt der Musik lauschen kann.“ Das, so der 42-Jährige, der mittlerweile wieder heimatnah wohnt, sei in den letzten Monaten leider viel zu kurz gekommen.

Auch Songs von Queen im Repertoire

Bekannte Songs aus der Rock- und Pop-Geschichte, aber auch nicht alltägliche Songperlen beispielsweise von Elton John oder Sting werden die beiden Profimusiker auf ihre Weise interpretieren. „Die Songs sind auf Stimme und Klavier reduziert und entfalten daher eine besondere Wirkung“, sagt Engelstädter und verrät: „Wir spielen auch Songs von Queen.“ Freuen könne man sich zum Beispiel auf den Klassiker „Bohemian Rhapsody“. „Bernd Meyer und ich verstehen uns blind“, sagt er, und das sei das wichtigste, um solch imposante Songs auch zu zweit überzeugend zu performen.

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Kirchenthumbach

Im Gespräch merkt man dem Sänger an, wie sehr er sich auf das Konzert in der Heimat freut. Seit März habe er lediglich drei Auftritte gehabt, sagt er. „Eigentlich hätte das ein Riesen-Jahr mit 120 Shows werden sollen.“ Stattdessen erhielten er und seine Kollegen quasi ein Berufsverbot, das große finanzielle Einbußen zur Folge hatte. Von einem mittleren fünfstelligen Betrag spricht der Künstler. Zwar habe er zunächst drei Monate lang jeweils 1000 Euro als staatliche Unterstützung erhalten, sonst aber „Null Komma Null Einnahmen“. „Dass das nicht ausreicht, ist klar. Zum Glück habe ich in der Vergangenheit gespart und kann dieses Jahr überbrücken.“ Nicht wenige seiner Kollegen stünden dagegen vor der Pleite oder seien es bereits und in tiefe Depressionen verfallen. „Die meisten Leute können sich das gar nicht vorstellen.“ Künstlern fehle es einfach an der entsprechenden Lobby.

"Unsicherheit macht mürbe"

Aber nicht nur der finanzielle Aspekt sei schmerzhaft. „Als Musiker möchte man gerne spielen, schließlich ist das eine Berufung. Wenn man aber nicht darf, kann einen das schon fertig machen“, so Engelstädter. Resignieren sei jedoch nicht seine Sache. Zwar habe er auch schwierige Phasen gehabt, aber er empfinde es als Glück, dass er heuer in seinem Haus viel zu tun hatte. „Die Arbeit daheim hat mir schon sehr geholfen, da ich eine Aufgabe hatte, ohne die ich vielleicht auch in ein Loch gefallen wäre“, sagt der Familienvater, wenngleich er zugibt: „Die Unsicherheit, wie es weitergeht, macht schon mürbe.“

Zwar seien die meisten der entfallenen Auftritte von heuer aufs kommende Jahr verschoben worden. Doch letztlich sei unklar, ob sie dann auch wirklich stattfinden könnten. Das Virus werde uns noch länger begleiten, ist sich Engelstädter sicher. Man müsse einen Weg finden, wie man damit leben könne. Untätig herumsitzen will der Sänger auf keinen Fall. Er nutzt die Zeit für Studioprojekte, für die er sonst zu wenig Zeit habe: „The Show Must Go On!“

Weitläufiges Gelände für "Dahamsam"-Festival:

Hygieneregeln und Mindestabstand

Immer wieder stelle er fest, dass viele Leute nach monatelanger Pause wieder hungrig auf Live-Musik sind, sagt Markus Engelstädter. Zugleich verstehe er die Angst vieler Menschen, öffentliche Veranstaltungen zu besuchen. Bei seinen bisherigen Auftritten in Regensburg habe das aber immer super geklappt. Und auch für das "Dahamsam"-Festival haben die Veranstalter, der Schützenverein Oberbibrach und die Jugendbeauftragten der VG Kirchenthumbach, ein weitläufiges Gelände ausgewählt, um den geplanten 120 Gästen einen unbeschwerten Abend zu ermöglichen.

Der Eingangsbereich befindet sich in der Schulstraße neben dem Schützenhaus, dort erfolgt auch die Kartenkontrolle. Über den Vorplatz vom Schützenhaus geht es dann weiter zur Bachwiese. Dort befindet sich das große Festzelt, dessen Wände bei entsprechender Witterung an drei Seiten geöffnet werden.

Die Gäste werden vom Personal zu ihren Sitzplätzen gebracht. Im Zelt stehen Plätze für Gruppen von zwei bis sechs Personen zur Verfügung. Dazwischen gilt jeweils der Mindestabstand.

Nach der Veranstaltung weist das Personal die Besucher an, das Zelt gruppenweise zu verlassen, damit keine Menschenansammlungen entstehen. Außer auf den Sitzplätzen müssen Gäste und Personal Mund-Nasen-Schutz tragen, zudem gelten alle aktuellen Hygieneregeln.

Essen und Getränke gibt es im Biergarten des Schützenhauses. Dort befinden sich auch die Toiletten. Auswärtige Besucher werden gebeten, die Parkplätze an der Schule oder im Dorf zu nutzen. Nicht nur Live-Musik wird beim dreitägigen Kulturfestival „Dahamsam“ für Kinder und Erwachsene geboten, sondern auch Kabarett, eine Zaubershow, Workshops und Filme. Tickets gibt es auf der Website dahamsam.de sowie bei Bäckerei Heitzer und der Raiffeisenbank in Schlammersdorf.

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