08.03.2020 - 14:37 Uhr
Oberbibrach bei VorbachOberpfalz

Vortrag über Naturkosmetik beim Frauenbund

Frühling auf die Haut heißt es beim Frauenbund in Oberbibrach. Sprichwörtlich hautnah sind bei einer Naturkosmetik-Vorführung die natürlichen Wohlfühl-Cremes und Duftkreationen zu spüren. Ein Vormittag für die Sinnlichkeit.

Statt "Plastik im Gesicht" empfiehlt Kräuterführerin Petra Stark in einem Workshop beim Frauenbund Oberbibrach natürliche Kosmetikartikel.
von Robert DotzauerProfil

Schon Kleopatra soll sich regelmäßig mit Bädern in Esels- oder Ziegenmilch verwöhnt und Honig dazugemischt haben, um ihre Schönheit zu erhalten. Aber nicht nur Königinnen ließen sich im Reich der Pharaonen gerne verwöhnen. Bäder, aromatische Öle, Badezusätze und die Pflege der Haut waren auch für die normale Bevölkerung selbstverständlich. Auch der Frauenbund in Oberbibrach befasste sich im vollbesetzten Frauenbundraum des Alten Schulhauses nun mit Naturkosmetikas.

Nach einem opulenten „Frauenfrühstück“ rief die Frauenbund-Ortsgruppe Oberbibrach/Münchsreuth zum Workshop mit Petra Stark aus Waldsassen. Die zertifizierte Kräuterführerin lud dazu ein, sich in der heutigen Zeit der Umweltbelastungen wieder mehr der Natur zuzuwenden. „Tun Sie dem Körper etwas Gutes und verwöhnen sie ihn mit den einfach hergestellten natürlichen Produkten“, lautete ihr Leitgedanke.

"Für alles ein Kraut"

„Für alles ist ein Kraut gewachsen.“ Daran erinnerte Stark zu Beginn des Vortrages, den sie mit vielen Beispielen, Kost- und Riechproben und der Erläuterung vieler Ingredienzien bereicherte. Ihr Weg zur Natur führte sie hinaus in den Garten und wieder zurück in den Naturkosmetikbereich. Die Branche ist auf Wachstumskurs. Schönheit wird immer mehr mit Gesundheit und Natürlichkeit verbunden. „Green and clean is in“, war auch im vollbesetzten Frauenbundraum festzustellen. Die Fachfrau für Naturkosmetik wies den Weg in Hausgarten und Natur. Petra Stark stellte Rohstoffe aus biologischen Anbau vor, frei von chemischen Duftstoffen und Erdöl, von Silikonen und Paraffinen, von Hormonen und Mikro-Plastik.

Als Grundregeln verwies die Expertin auf absolute Sauberkeit bei der Zubereitung von selbst produzierten Massageölen, Gesichts- und Handcremes, Peelings, Badeölen, Seifen und Deos. Das Rezept müsse grammgenau eingehalten werden. Unter dem Motto „das Beste gibt’s zu Hause“ erläuterte Petra Stark die Herstellung guter Ansatzöle, zum Beispiel von Oliven-, Sonnenblumen-, Weizenkeim-, Mandel- und Leinöl sowie Bienenwachs. Dazu empfahl sie ergänzend diverse Zutaten wie Zucker für Körperpeelings, gemahlene Mandeln für Gesichtsbehandlungen, Natron für Deos und natürliche Verdickungsmittel für Badeöle.

Baden in Kakaobutter

Für das Frühjahr riet sie zur Nutzung der Erstblütler und zu Kräuter-Heißauszügen. Breiten Raum widmete Petra Stark der Verwendung von Lavendel in der Naturkosmetik, der Herstellung von Badepralinen mit Kakaobutter, und den vielen Zutaten wie Speisestärke, Zitronensäure und etherische Öle. Eine staunende Hörerschaft lauschte auch den Ausführungen zur Eigenproduktion von Seifen für eine „zarte Haut“ und von Ringelblumenauszügen für eine pflegliche Gesichtsbehandlung.Unter dem Oberbegriff „Den Leuten wieder das Normale lernen“ verstand die Kräuterexpertin, die Natur wieder als wertvolles Geschenk zu betrachten. Eine Naturkosmetik nach individuellen Wünschen aus dem unerschöpflichen Reichtum an Kräutern aus Gottes wunderbarer Natur sei kein Hexenwerk, betonte die zertifizierte Kräuterführerin und Mentorin für Garten und Natur am Kultur- und Begegnungszentrum Waldsassen.

Hintergrund:

Kräuter mit verschiedenen Wirkungen

Bei der Herstellung von Naturkosmatika sollen Einsteiger die unterschiedliche Wirkung der Kräuter zu beachten. Petra Stark verwies beim Vortrag in Oberbibrach zum Beispiel auf die anregenden Wirkstoffe von Rosmarin, Thymian, Majoran und Oregano, auf die beruhigende Wirkung von Lavendel, Rose, Hagebutte und Zitronenmelisse, auf die Heilkräfte von Ringelblume und Kamille und die entzündungshemmenden Wirkungen von Schafgarbe und Spitzwegerich. Je nach Belieben könne man seine Eigenprodukte mit ein paar Tropfen ätherischem Öl bereichern. Mit natürlichen Substanzen gelinge Hautpflege perfekt und wirkungsvoll, versicherte die Kräuterführerin. Die Haut bleibe gesund und geschmeidig, wirke frisch und strahlend und könne als größtes Organ des Menschen eine Vielzahl wichtiger Funktionen zur Gesunderhaltung des gesamten Körpers erfüllen.

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