Oberlenkenreuth bei Kirchenthumbach
07.03.2019 - 12:21 Uhr

Zügige Neuverpachtung

Maximilian Wien stellt sich den Jagdgenossen vor und schildert seine Jagdstrategie.

Mit Handschlag besiegeln der neue Jagdpächter Maximilian Wien und Jagdvorsteher Gerhard Weiß (von links) die Neuverpachtung des Heinersreuther Reviers. Auch stellvertretender Jagdvorsteher Werner Freiberger, Kassierein Monika Besold und Bürgermeister Jürgen Kürzinger heißen Wien willkommen. Bild: hzi
Mit Handschlag besiegeln der neue Jagdpächter Maximilian Wien und Jagdvorsteher Gerhard Weiß (von links) die Neuverpachtung des Heinersreuther Reviers. Auch stellvertretender Jagdvorsteher Werner Freiberger, Kassierein Monika Besold und Bürgermeister Jürgen Kürzinger heißen Wien willkommen.

Wegen der vorzeitigen Auflösung des Jagdpachtvertrags zum 31. März 2019 bestand Handlungsbedarf: Die Jagdgenossenschaft lud deshalb zu einer außerordentlichen Versammlung in die Gaststätte Mauth nach Oberlenkenreuth. Jagdvorsteher Gerhard Weiß begrüßte dort neben den Jagdgenossen Bürgermeister Jürgen Kürzinger, Michael Bärngruber von den Bayerischen Staatsforsten sowie Maximilian Wien als letztverbliebenen Bewerber für die Pachtung des Jagdreviers.

Nach der Kündigung durch den bisherigen Pächter Rudi Gräbner habe die Jagdgenossenschaft wegen der Verpflichtung eines neuen Pächters sofort in geeigneter Weise inseriert, berichtete Gerhard Weiß. In der Folge seien dem Vorstand zwei schriftliche Angebote vorgelegen. Ein Bewerber habe aufgrund der schlechteren finanziellen Konditionen nicht berücksichtigt werden können, informierte der Jagdvorsteher weiter. Zusätzliche Bewerber, die sich nur telefonisch gemeldet hatten, seien ebenfalls nicht Frage gekommen.

Danach stellte sich Maximilian Wien den Jagdgenossen vor. Seit vier Jahren betreibe er aktiv die Jagd und sei Mitjäger im Veldensteiner Forst sowie in Thüringen gewesen, teilte er mit. Nun sei es für ihn an der Zeit, sich um ein eigenes Revier zu bemühen. Er habe sich verschiedene Reviere angesehen und sich sofort gemeldet, als das Freiwerden des Heinersreuther Reviers bekannt geworden sei. Dieses wolle er mit fünf weiteren Jägern betreuen und bejagen. Ein weiterer Beweggrund, sich zu bewerben, sei das Vorhandensein einer großen Wildschweinpopulation.

Wien bat für den Moment noch um Geduld, bis ausreichend jagdliche Einrichtungen vorhanden seien. Er forderte die Jagdgenossen auf, sofort Kontakt mit ihm aufzunehmen, wenn etwas nicht in Ordnung sei. Wenn beispielsweise im Wald große Verbisschäden festgestellt würden, könnten örtlich Schwerpunkte durch variable Ansitze gelegt werden. Diese seien auf jeden Fall für die Jagd besser als Umzäunungen in den Wäldern. Er ersuchte auch um Benachrichtigung, wenn die Aussaat bei Mais ansteht, damit vorbeugende Schutzmaßnahmen getroffen werden könnten.

In geheimer Wahl nach Person und Fläche bestimmten die 30 anwesenden Jagdgenossen mit nur einer Gegenstimme Maximilian Wien zum Jagdpächter für die nächsten neun Jahre. Die Versammlung klang mit einer kleinen Brotzeit aus.

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