Ein Antrag für dieses Fahrzeug ist am 8. Juli bei der Stadt eingegangen, informierte Bürgermeister Andreas Wutzlhofer bei der Bürgerversammlung im Ortsteil, zu der 29 Bürger und 11 Stadträte in den Gasthof Anzer kamen. Die Feuerwehr würde sich zu diesem Mannschaftswagen auch eine Unterstellmöglichkeit schaffen. Als Grund gaben Kommandant Markus Kindl und Vorsitzender Herbert Zitzmann an, dass Aktive teils mit ihren Privatautos zum Einsatzort ausrücken. Das gewünschte Fahrzeug würde zudem die Schlagkraft beim Einsatzkräftetransport erhöhen und es wäre eine bessere Verkehrsabsicherung durch Gerätschaften möglich. Nicht zuletzt gaben die Antragsteller an, dass so ein Wagen auch eine Erleichterung bei Übungen und Ausbildungsveranstaltungen mit sich bringen würde und als Versorgungsfahrzeug bei längeren Einsätzen von Nutzen wäre. Den Neupreis eines solchen Fahrzeugs gab Wutzlhofer mit etwa 32 000 Euro an. Ein gebrauchtes Fahrzeug würde bei etwa 12 000 Euro liegen. Falls die Entscheidung im Stadtrat positiv ausfällt, müsse man sich darüber detailliert unterhalten, sagte Wutzlhofer. Außendienstleiter Karl Frey machte sich in diesem Zusammenhang schon Gedanken über eine Stahlfertigbetongarage und holte ein Angebot einer Firma aus Neumarkt ein. In der Größe von 6,50 Metern Länge, 3,23 Metern Breite und einer Höhe von 2,65 Meter würde die Garage rund 8500 Euro kosten. Vorab habe die Stadt die Bindungsfrist für dieses Angebot bis 31. Oktober verlängern lassen, da die Entscheidung des Stadtrats erst am 10. Oktober zu erwarten ist. Allerdings bot Sägewerksbesitzer Hans Bayerl an, das Holz für ein carportähnliches Gebäude zu spenden. Darüber müsse man sich einfach zu gegebener Zeit unterhalten, meinte Wutzlhofer.
Auch in Oberlind wie schon zuvor in Altenstadt wird es eine Spielplatzerneuerung im Ortsteil geben. Bereits am 5. Juni wurde durch den CSU-Ortsverband Oberlind ein Termin mit Eltern und Kindern veranlasst, um die Wünsche in Erfahrung zu bringen. Insgesamt werden Geräte in Höhe von 11 500 Euro errichtet. Beinhaltet sind eine Kletterkombination mit Röhrenrutsche und ein Trampolin. Die alten Erdröhren auf dem Spielplatz gehören damit bald der Vergangenheit an. Im nächsten Jahr soll dann noch eine Netzschaukel und die Erneuerung der Zaunanlage folgen, versprach das Stadtoberhaupt.
Auch im Ortsteil wurden Straßenzüge erneuert, wie die Messerpaint mit 45 000 Euro und die Thomasbühlstraße mit rund 230 000 Euro. Die Ausbaulänge bei Letzterer beträgt 700 Meter. Hinzukamen noch 50 Meter Alte Heeresstraße.
Überrascht war Wutzlhofer von der Auswertung des Temposys-Geräts, das vom 5. bis 24. August beim Anwesen Fritz in Messrichtung Linglmühle angebracht war. 61,8 Prozent, fast zwei Drittel, der Verkehrsteilnehmer fuhren schneller als die erlaubten 50 Kilometer pro Stunde. Bedenklich fand der Rathauschef die Höchstgeschwindigkeit von 108 Kilometern pro Stunde. „Das schreit geradezu nach einer geschwindigkeitsreduzierenden Maßnahme.“ Ein Zuhörer wandte ein, dass einen Tag vor der Bürgerversammlung bereits nach dem Bushäuschen Radarkontrollen der Polizei stattfanden. Auch das sei eine Möglichkeit, meinte Wutzlhofer, denn wenn es an den Geldbeutel geht, werden Autofahrer am meisten gestraft.
Bereits bei der Bürgerversammlung 2018 wurde das geschädigte Lindenbaum-Naturdenkmal in der Dorfmitte angesprochen. Die Stadt nahm deshalb mit der zuständigen Unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt Neustadt/WN Kontakt auf. Daraufhin kam ein Baumkontrolleur und stellte die Stand-Bruchsicherheit in Frage. Das Landratsamt gab nachfolgend im Dezember eine schalltomographische Untersuchung in Auftrag, die Ende März diesen Jahres erfolgte. Außerdem wurde ein Gutachten zur Verkehrssicherheit erstellt. Im April erteilte das Landratsamt schließlich der Baumpflegefirma Lachmann den Auftrag mit einem Kostenvolumen von etwa 1200 Euro. Im Mai wurde schließlich die Schneideaktion durchgeführt. Die Schnittentsorgung übernahm die Stadt, führte Wutzlhofer aus. „Vielleicht dauerte es deswegen so lange, bis man sich zu dieser Maßnahme entschlossen habe, weil es sich um ein Naturdenkmal handelt.“ Herbert Zitzmann meinte, dass bereits optisch die Schäden zu sehen waren, wenn man die Augen aufmacht. „Da hat man ein Riesengutachten gebraucht“, bemängelte er. Ob das visuelle Begutachten ausgereicht hätte, um Geld zur Sanierung in die Hand zu nehmen, bezweifelte der Bürgermeister, da keiner mehr den „Mumm“ habe etwas zu unterschreiben und für die Sache gerade zu stehen. Deswegen sichere man sich mit so einem Gutachten ab. Obwohl die Lindenbäume auf Kirchengrund stünden, sei die Untere Naturschutzbehörde zuständig, weil es eben ein Naturdenkmal ist, ergänzte der Redner auf Nachfrage. Zitzmann wollte außerdem wissen, wer bei diesem Naturdenkmal in der Verkehrssicherungspflicht sei. „Das ist ganz klar die Untere Naturschutzbehörde“, entgegnete der Bürgermeister. Senior Franz Kellner teilte in diesem Zusammenhang mit, dass zwei Bäume auf Friedhofshöhe auf städtischem Grund abgestorben sind.
Josef Beierl aus Obernankau bemängelte bei der Ortsausfahrt die gebrochene Teerdecke. Außendienstleiter Frey kümmere sich darum. Das vorläufige Raumkonzept für den Umbau des Alten Forstamts an der Friedrichsburg, das der Bürgermeister zuvor in seinen Ausführungen vorstellte, interessierte Josef Meißner noch einmal. Kommt da ein Veterinäramt? Wutzlhofer verneinte und erläuterte, dass nur ein Raum für die Fleischbeschau für Trichinen angedacht sei. Fakt sei für dieses Gebäude bisher einzig die Zulassungsstelle und die Volkshochschule. „Ein konkretes Konzept gibt es noch nicht.“ Was mit dem jetzigen Zulassungsstellengebäude passiert, interessierte die Oberlinder ebenfalls. Dieses könnte möglicherweise die Stadt erwerben, gab Wutzlhofer zur Auskunft. Eventuell könnten dort Wohnungen entstehen, denn der Wohnungsmarkt sei in der Stadt angespannt. Alfred Uschold bezweifelte die Aussage, denn er verfolge derzeit genau die Entwicklung. In den vergangenen 14 Tagen habe er alle möglichen Wohnungsangebote im Internet entdeckt. Der Bürgermeister war da anderer Meinung. Wenngleich es nur eine Überlegung für das dann leerstehenden Gebäude des Landkreises sei, dass dieser sicherlich abstoßen werde. „Sozialer Wohnungsbau könnte eine sinnvolle Nachnutzung sein.“


















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