Stolze Baumeister hat Johann Schieder in diesem Sommer als fleißige Untermieter in seinem Holzschuppen beherbergt. Der rüstige Rentner freut sich über ein mehr als einen halben Meter langes Hornissennest, das sogar in zwei Etagen von den kleinen Fliegern gebaut wurde. Völlig zu Unrecht wird die Hornisse als aggressiv und gefährlich eingestuft, denn die Wespenart ist erstaunlich friedfertig. Die Hornissen stehen unter einem ganz besonderen Schutz und so gab es bei dem ehemaligen Landwirt keinen Zweifel am Bestand dieses Meisterbauwerks. Eine Umsiedlung kam nicht infrage, denn in der Scheune stören sie niemand. Zu nah wollten ihnen die Schieders aber nicht kommen. Der Enkel hätte die Hornissen einmal gerne aus der Nähe beobachtet, stieß aber mit der Leiter an den Bau. Sofort schwirrten die kleinen Tiere aus, berichtete Schieder. „Ich habe ihn daraufhin geraten, nicht hinaufzusteigen.“ Hornissen haben nur ein kurzes Leben. Im Herbst erblicken neue Könige und Drohnen das Licht der Welt. Im Volk werden die neuen Königinnen von den Drohnen befruchtet, denn nur diese überwintern. Der Rest des Volkes stirbt. Nach ihrem Winterschlaf verlässt auch die Königin ihr Nest und kehrt nicht mehr zurück. Sie gründet an anderen Orten ein Volk.
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