Oberndorf bei Kemnath
08.11.2021 - 14:01 Uhr

Gedenken an Gefallene darf auch in Oberndorf "keine reine Routine werden"

„Auf diesem Mahnmal sind die Namen der Opfer der beiden Weltkriege in Stein gemeißelt“, mahnte Stadtpfarrer Thomas Kraus bei der Totenehrung am Kriegerdenkmal in Oberndorf. Bild: jzk
„Auf diesem Mahnmal sind die Namen der Opfer der beiden Weltkriege in Stein gemeißelt“, mahnte Stadtpfarrer Thomas Kraus bei der Totenehrung am Kriegerdenkmal in Oberndorf.

„Wir gedenken heute der Opfer von Krieg, Terror und Gewalt. Ihr Sterben soll uns Mahnung sein, alles zu tun, um den Frieden zu erhalten“, betonte Stadtpfarrer Thomas Kraus beim Gefallenengedenken am Kriegerdenkmal in Oberndorf. Dieses Totengedenken am Volkstrauertag dürfe für uns nie zur reinen Routine werden.

Peter Weismeier junior und Martin Hautmann übernahmen in Uniform die Totenwache. Die Abordnungen der Feuerwehren Höflas und Kötzersdorf sowie des Schützenvereins Silberbach nahmen auf dem Dorfplatz vor dem Kriegerdenkmal Aufstellung.

„Wir gedenken der Soldaten und der Menschen, die durch Kriegshandlungen oder danach in Gefangenschaft als Vertriebene ihr Leben verloren“, sagte Zweiter Bürgermeister Hermann Schraml. „Wir trauern heute aber auch um die Opfer der Kriege und Bürgerkriege unserer Tage, um die Opfer von Terrorismus und politischer Verfolgung und um die Bundeswehrsoldaten und andere Einsatzkräfte, die im Auslandseinsatz ums Leben kamen.“ In Ehrfurcht vor den Toten beider Weltkriege und aller Opfer von Gewaltherrschaft legte er vor dem Mahnmal einen Kranz nieder.

Nach dem Kommando „Senkt die Fahnen“ durch Peter Hautmann spielte die Stadtkapelle Kemnath unter der Leitung von Max Baumann das Lied „Ich hatt’ einen Kameraden“. In sicherer Entfernung feuerte Max Weber den Ehrensalut ab. Am Ende der Totenehrung bedankte sich Florian Traßl, Vorsitzender des Schützenvereins Silberbach Löschwitz-Kaibitz, bei allen Beteiligten für die eindrucksvolle Gestaltung der Gedenkfeier.

 
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