13.12.2018 - 08:55 Uhr
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Dritter Advent zwischen Wintertraum und Eischaos

Stünde östlich von uns, wie im Winter üblich, eisige Kontinentalluft bereit, dann würde sich mit dem Ostwind nun auch der Winter bei uns festsetzen können. Aber wie sieht es mit weißer Weihnacht in der Oberpfalz aus?

Andy Neumaier.
von Andy NeumaierProfil

Stünde östlich von uns, wie im Winter üblich, eisige Kontinentalluft bereit, dann würde sich mit dem Ostwind nun auch der Winter bei uns festsetzen können. Bis nach Moskau sind 0 bis -10 Grad allerdings vergleichsweise Quark bis Käse, und so haben Tiefs aus Westen ab Sonntag wieder ein einigermaßen leichtes Spiel, mildere Luft zu uns zu schubsen. Das passiert aber zuerst nur in der Höhe, während am Boden noch Frost herrscht. Diese Kombination ist allerdings brandgefährlich, und neben Schnee fällt wahrscheinlich genau zum dritten Adventssonntag auch Regen. So bekommen manche zwar ein romantisch weißes Häubchen, andere aber auch eine glatte Eisbahn vor die Tür geliefert. Erst am Montag setzt ein zweites Tief dann wohl auch am Boden das Tauwetter durch. Weihnachten: derzeit 40 Prozent für weiß, immerhin etwas besser als die statistische Wahrscheinlichkeit.

Zunächst trockenkalt mit Dauerfrost

Am Freitag herrscht winterliche Ruhe mit Frost, Raureif, und einer Mischung aus Sonnenschein und Hochnebelfeldern, die aus Tschechien mit kräftigem Böhmerwind durchziehen. Es bleibt weitgehend trocken, nur über den Hügeln von Alb, Grenzkamm und Steinwald kann es aus dem Hochnebel etwas schneegrieseln bei frostigen -5 bis 0 Grad. In der Nacht -3 bis -7, über Schneeflächen auch -10 Grad.

Am Samstag gibt es ein ähnliches Spiel: Hochnebelfelder ziehen mit dem Böhmischen zeitweise aus Osten durch die Landkreise, außerhalb von Hochnebel scheint die Sonne. Es bleibt trockenkalt mit -4 bis 0 Grad. In der Nacht verschärft sich der Frost wieder auf -6 bis örtlich -10 Grad.

Auch der dritte Advent beginnt friedlich mit ein paar Hochnebelfeldern und Sonne. Später ziehen in der Höhe Schleierwolken auf und verdichten sich. Nachmittags und abends kommen Niederschläge auf. Mit etwas Glück als Schnee, teilweise kann sich das Ganze aber auch in Regen verwandeln, und dann wird es bei maximal -3 bis +1 Grad sehr ungemütlich auf den Straßen. Auch in der Nacht kann sich die Glätte noch halten, die Temperaturen steigen aber allmählich etwas über 0 Grad.

Für die meisten nasskalt – Winter auf den Höhen

In der kommenden Woche zeigt sich die Sonne nur selten mal länger, oft ist es bewölkt oder trüb. Zeitweise gibt es Niederschläge, die in den Niederungen unterhalb 500 Meter teils als Schnee, teils als Regen fallen, und dort ist es bei 1 bis 5 Grad nasskalt, und vor allem nachts rutschig. An der tschechischen Grenze ist es dagegen oberhalb 600 Meter eher winterlich, und der Schnee sammelt sich dort sogar noch.

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